Celia Heinzer ist ein grosses Talent. Die 16-jährige Handballerin nimmt mit dem LK Zug an der U16 Juniorinnen Open Europameisterschaft in Schweden teil.

Sie wird gelobt auf Clubebene beim LK Zug, wie auch in der U16 Schweizer Nationalmannschaft. Die 16-jährige Celia Heinzer ist ein hoffnungsvolles Talent ihres Jahrgangs. «Celia Heinzer ist von der körperlichen Konstitution mit einer Körpergrösse von 182 Zentimetern und einem Gewicht von 79 Kilogramm her sicher ein Versprechen für die Zukunft. Wir haben sie bereits im Alter von 13 Jahren das erste Mal für einen U16 Lehrgang aufgeboten», so Nationaltrainer Jürgen Fleischmann. Sie stehe am Anfang ihrer Entwicklung, aber sei sehr ehrgeizig und zielstrebig. «Und sie hat ihren eigenen Kopf und lässt sich nicht verbiegen, sie ist eben eine echte Muotathalerin», lachte Fleischmann.
Zurück zu Celia Heinzer (Position: Rückraum links). Die junge Handballerin, welche die Mittelpunktschule (MPS) in Muotathal besuchte und nun eine Lehre als Kauffrau in Angriff nimmt, begann im Alter von acht Jahren mit Handball. Nach ihrer Zeit bei ihrem Stammverein Muotathal, wechselte sie zum LK Zug, wo sie aktuell in der U18 Elite spielt und bereits Einsätze in der SPL2 hatte. «Diesen Sport erlebe ich sehr abwechslungsreich. Es ist ein Teamsport, der sehr körperbetont ist. Ein Einzelsport wäre nichts für mich gewesen. Handball spiele ich vielleicht auch deshalb, weil bereits mein Vater diese Sportart ausübte. Heute ist sie Teil meines Lebens.» Das Sportler-Gen wurde der sympathischen Muotathalerin wohl in die Wiege gelegt. Bereits ihre Mutter war eine gute regionale Skifahrerin und ihre ältere Schwester spielt ebenfalls Handball (KTV Muotathal). «Sport ist bei uns in der Familie immer ein Thema. Meine Eltern unterstützen mich auch sehr, was ich schätze.»
Gerade für eine Schülerin ist das nicht immer einfach, Schule und Sport unter einen Hut zu bringen, oder? «Ja, das stimmt. Es ist nicht einfach, denn ich trainiere fünf Mal in der Woche. Das Wichtigste ist die Planung und Organisation», antwortet Celia Heinzer. Bis letztes Jahr tanzte sie auch noch regelmässig, dies musste sie aber aus zeitlichen Gründen aufgeben. Wie erlebt die 16-Jährige eigentlich den LK Zug? «Der Verein legt sehr viel Wert auf Nachwuchsförderung. Ich fühle mich sehr wohl und bin auch stolz, dass ich hier Handball spielen kann. Der LKZ ist eine Topadresse im Schweizer Frauenhandball.»

Die Nationalmannschaft ist ein Ziel

Die in Muotathal wohnhafte Handballerin bezeichnet sich selbst als gut gelaunt und fröhlich. Manchmal sei sie etwas chaotisch. Begeistert ist sie, angesprochen auf die Frage nach Vorbildern, von den Handballgrössen, den serbischen Gebrüdern Nikola und Luka Karabatic sowie vom Schweizer-Handballer Andy Schmid. Ist das Ausland auch bei Heinzer ein Thema? «Ja absolut. Das Ausland reizt mich natürlich. Das wäre mein grösster Traum, eines Tages einmal in einem europäischen Topverein spielen zu können. Auch die Frauen A-Nationalmannschaft ist ein Ziel, auf welches ich hinarbeite.»
Die LKZ U18 Elite Akteurin und U16 Nationalmannschaftsspielerin hat schon einige Erfolge in ihrer jungen Karriere feiern können: Ein U13 Schweizer-Meister-, U16 Elite Vize-Schweizer-Meister- und U18 Elite Vize-Schweizer-Meister-Titel (alle LK Zug) gehören dazu, des Weiteren gesellen sich auch zwei Schweizer-Meister-Titel mit der Regionalauswahl-Innerschweiz (2016/17 und 2017/18). Die zweimalige Auszeichnung zum MVP (wertvollste Spielerin) am Finalturnier mit der Regionalauswahlen (2016/17 und 2017/18) zählt ebenfalls zu den Highlights.
Zwei internationale Turniere sind bereits Geschichte: Heinzer spielte vor einem Jahr mit der U18 Nationalmannschaft die Europameisterschaft (EM) in Mazedonien und im März dieses Jahres bestritt sie mit der U20 Nationalmannschaft die Weltmeisterschaftsqualifikation in Montenegro. «Das sind Momente, die bleiben. Die Erfolge bleiben in Erinnerung und die Spiele auf internationalem Parkett waren sehr gute Erfahrungen für mich. Ich weiss, wo ich mich verbessern muss», sagt Celia Heinzer.

Vorfreude auf die Europameisterschaft

Und der nächste Grossanlass steht bereits bevor. Anfang Juli fliegt Celia Heinzer mit der Nationalmannschaft nach Göteborg an die U16 Open EM. «Das wird ein grosses Erlebnis für mich. Ich freue mich riesig. Ich möchte gute Leistungen bringen und so weit wie möglich kommen.» Auch Christoph Sahli, der neue SPL1-Trainer des LK Zug, hält grosse Stücke von Heinzer: «Sie ist eine ehrgeizige Spielerin, mit guter Technik und Spielübersicht. Um international in ihrem Jahrgang bestehen zu können, muss sie sich vor allem athletisch verbessern und noch fleissiger trainieren. Von ihrer physischen Verfassung her ist sie wie geschaffen, um eine Shooterin zu werden. Sie überzeugt jedoch auch im Zusammenspiel mit der Kreisläuferin.» Er ist sich sicher: «Sie wird ihren Weg meistern.»