Das Schweizer Handball-Nationalteam zählt für das Rückspiel der WM-Playoff-Partie gegen Norwegen vom Dienstag in der Zuger Bossard-Arena (Spielbeginn 18.15 Uhr) auf die Schweizer Handball-Fans. Das Team ist festentschlossen, mit dem eigenen Anhang im Rücken das Blatt zu wenden.

Andy Schmid, der Innerschweizer Vorzeigeprofi, gastiert am Dienstag nach einer intensiven Saison mit dem Nationalteam in seiner engeren Heimat. Nach dem Gewinn des deutschen Pokals und einem dramatischen Saisonfinale wurde Regisseur der Rhein Neckar-Löwen zum fünften Mal als bester Bundesliga-Handballer und zum Handballer des Jahres in der Schweiz gewählt. Diese individuellen Auszeichnungen freuen den Ausnahmekönner zwar – viel lieber aber würde er mit dem Nationalteam das Ticket für die WM-Ende des kommenden Jahres in Deutschland und Dänemark lösen. Dazu holt Schmid nochmal das letzte an Kraftreserven auf, um mit dem Nationalteam in Zug das ganz grosse Ziel zu erreichen.

Die Ausgangslage für Schmid und Co. Ist klar: Das Team steht vor dem Rückspiel in den WM-Playoff-Partien gegen Norwegen zwar mit sechs Toren im Minus. Die zweite Halbzeit des Hinspiels in Stavanger hat aber gezeigt, dass die Schweiz mit dem WM-Finalisten durchaus mithalten kann. Auf dieser Erkenntnis baut das Team jetzt die Hoffnung auf, dass man den favorisierten Gegner durchaus noch mehr ärgern kann.

«Wir glauben definitiv daran, dass wir in der Bossard Arena etwas reissen können», sagt Linkshänder Nik Tominec. Der Luzerner spielte einst bei Kriens-Luzern und steht heute erneut in Diensten von Kadetten Schaffhausen: «Ich hoffe auf eine volle Halle und viel Unterstützung der Fans. Im heutigen, modernen Handball ist alles möglich. Da gab es schon Mannschaften, die nach deutlich höheren Niederlagen die Wende geschafft haben.»

Das Team hat die Partie in Norwegen intensiv analysiert und hat einiges gefunden, das sich optimieren lässt. Mit bedingungslosem Engagement will das Team in Zug für die Chance der WM-Qualifikation kämpfen. Und damit auch das Feuer der Begeisterung bei den Fans entfachen, die dann durch eine einmalige Ambiance die Wende in Duell mit Norwegen ermöglichen sollen.

Den Rahmen dieses Spiels bildet die Zuger Bossard-Arena, die ihre Premiere als Handball-Arena feiern wird. Nach verschiedenen Vorarbeiten am Wochenende wird die Hockey-Arena zu einem Handball-Hexenkessel umgebaut.

Das Zentralschweizer Publikum kann sich für das erste Männer-Länderspiel in der Region seit 8 Jahren auf eine starke Innerschweizer Fraktion freuen. Neben Andy Schmid und Nik Tominec stehen mit dem Urner Lukas von Deschwanden (Wacker Thun), Adi Blättler und Luca Engler (HC Kriens-Luzern) sowie Albin Alili (Kadetten Schaffhausen, bis zuletzt HC Kriens-Luzern) verschiedene Spieler im aktuellen Kader des Männer-Nationalteams mit einem engen Bezug zur Region.

Die Ausgangslage mit sechs Toren Rückstand gegen den WM-Zweiten verspricht nun viel Spannung. Die Schweizer Nationalmannschaft ist im Rückspiel vom Dienstag jedenfalls auf volle Unterstützung des Publikums angewiesen. Anpfiff in der Bossard Arena in Zug ist um 18.15 Uhr. Der Vorverkauf läuft bei Ticketcorner. Wer in Zug nicht dabei sein kann: SRF zwei überträgt die Begegnung live.