Die Spono Eagles schlagen die zweite Equipe des LK Zug mit 35:28 und stehen erneut im Cupfinal.

Die Spono Eagles machen einen weiteren Schritt, um ihren Ruf als Cupspezialist zu festigen. Gegen die SPL2-Auswahl des LK Zug gewannen sie den Cup­halbfinal mit 35:28 und stehen damit erneut im Endspiel. Am 15. März, wenn mit dem LC Brühl II ein weiterer unterklassiger Gegner die letzte Hürde stellt, können die Nottwilerinnen den Pokal zum dritten Mal in Serie einfahren. «Hauptsache gewonnen», sagte Sponos Rückraumspielerin Gianna Calchini gestern. «Auch wenn das keine Glanzleistung war.»

Die zweite Auswahl des LK Zug entpuppte sich als zäher, feuriger Gegner. Der Underdog hatte im Wettbewerb bereits zwei SPL1-Teams (GC Amicitia Zürich, Yellow Winterthur) eliminiert, und er war auch gegen den Titelverteidiger nicht bereit, die Segel kampflos zu streichen. «Das war stark. Wir sind diese Topspielerinnen in der ­Deckung hart angegangen, sie mussten viel arbeiten für ihre Tore», hielt Zugs Trainer Silvan Häfliger zufrieden fest.

 

«Das war eine super Leistung, das Resultat ist mir am Ende eigentlich egal»

Silvan Häfliger | Trainer LK Zug Handball

Leidenschaftliches Zug lässt sich nicht abschütteln 

Zwar waren die Zugerinnen von Beginn weg im Hintertreffen, leisteten sich einige technische Fehler und ungenaue Abschüsse. An Leidenschaft und Einsatzbereitschaft mangelte es ihnen aber in keiner Sekunde des Spiels, und so liessen sie sich vom grossen Favoriten nie ganz abschütteln. In der ersten Halbzeit lagen sie zwischenzeitlich mit sechs Treffern hinten (24./7:13), bis zur 37. Minute ­hatten sie diese Differenz aber wieder halbiert (18:21). Und als Spono auf acht Tore davonzog (44./19:27), reduzierten sie auch diesen Rückstand nochmals um 50 Prozent (57./27:31). Stellvertretend für den beherzten Auftritt verdienen zwei Zugerinnen eine besondere Erwähnung. Goalie Jennifer Abt mit 16 Paraden und Aufbauerin Svenja Spieler mit sieben Toren. «Das war eine super Leistung, das Resultat ist mir am Ende eigentlich egal», meinte Häfliger. Wenn sich sein Team mit den vielen U18-Schweizer-Meisterinnen der letzten Saison so weiterentwickle, «dann werden auch wir in Zug bald wieder Titel auf höchstem Niveau gewinnen können.»

Spono Eagles starten fulminant ins neue Jahr 

Die Spono Eagles haben letztlich die Pflicht erfüllt und zollten dem Gegner Respekt. «Zug ist ein gutes SPL2-Team mit ­frechen, jungen Spielerinnen», fand Calchini und fügte an: «Celia Heinzer und Joline Tschamper sind A-Nationalspielerinnen – das sind schliesslich keine Würste.» Vorfreude auf den Cupfinal gegen den Brühl II verspüre sie noch nicht, zunächst liege der Fokus auf der Meisterschaft. Dort hat Nottwil mit einem fulminanten Start ins neue Jahr den Vier-Punkte-­Rückstand auf das zweitklassierte Zug bereits getilgt. In der SPL 1 wollen die Adler vom Sempachersee hoch hinaus. 

LK Zug II – Spono Eagles 28:35 (12:17)

Sporthalle. – 350 Zuschauer. – SR Keiser/Rottmeier. – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen LK Zug II. – LK Zug II: Abt; Steinmann (4), Tschamper (4), Alina Gwerder (3), Heinzer (5), Kyra Gwerder (3), Jonsdottir (1), Rakaric (1); Hess, Spieler (7), Yael Gwerder. – Spono Eagles: Troxler/Ukaj; Irman (3), Hodel (6), Calchini (3), Wyder (9/2), Amrein (2), Stähelin (1), Ljubas (2); Matter (3), Decurtins (5), Traber (1), Schardt, Kashani. – Bemerkungen: Abt pariert Penaltys von Wyder (5./1:2) und Decurtins (45./20:27). Ukaj pariert Penalty von Alina Gwerder (56./26:30).

Schweizer Cup, Frauen. Halbfinals: LK Zug II (SPL 2) – Spono Eagles 28:35. LC Brühl II (SPL 2) – Herzogenbuchsee 25:23. – Cupfinal: Spono Eagles – LC Brühl II (So 15. März in Gümligen BE).