Zu Hause bleibt das SPL2-Team des LK Zug in der laufenden Meisterschaft eine Macht: sechstes Heimspiel, sechster Sieg! Ganz so einfach lief es dem LKZ beim 33:30-Erfolg gegen den HSC Kreuzlingen, der letztes Jahr noch in der SPL1 spielte, aber nicht.

Das Heimteam startete fulminant in die Partie. Auf ein Abtasten des – für beide Mannschaften – unbekannten Gegners wurde verzichtet, stattdessen stürmten beide Teams kompromisslos auf das gegnerische Tor zu. Dank vier Paraden von Torhüterin Jennifer Hotz und acht Toren in der Startphase führte der LKZ nach zehn Minuten mit 8:5. Doch dann drehten die Gäste vom Bodensee auf. Erst egalisierten sie in der 21. Minute das Skore (12:12), dann übernahmen die Thurgauerinnen das Zepter. Einen grossen Anteil hatte dabei die Topskorerin des HSC Kreuzlingen Petra Skoricova.
Die Zugerinnen schaffte es bis zum Spielende nur selten, die Linkshänderin zu stoppen. Insgesamt erzielte sie elf Treffer, davon sieben allein in der ersten Hälfte. Das Heimteam tat sich im zweiten Teil der ersten Halbzeit auch im Angriff schwer. Der LKZ fand die Lücke nur sporadisch und leistete sich bei den wenigen Chancen zu viele Fehlwürfe. Der HSC Kreuzlingen nahm seinerseits die Einladungen der Zuger Defensive dankend an und zog bis zur Pause auf 14:18 davon.

Im zweiten Durchgang zeigte sich das Heimteam von einer anderen Seite. Die Mannschaft von Trainer Silvan Häfliger blies zur Aufholjagd. Nach dem Motto «steter Tropfen höhlt den Stein» kämpften sich die Zugerinnen innert zehn Minuten wieder auf ein Tor heran und glichen zwei Minuten später die Partie wieder aus. Die Verantwortung übernahm in dieser Phase LKZ-Toptorschützin Celia Heinzer (Total 11 Tore) mit sechs Treffern in zwölf Minuten. In der Abwehr standen die Gastgeber nun kompakt und packten die anstürmenden Thurgauerinnen hart an.
Mit dem Ausgleichstreffer in der 41. Minute war das Spiel neu lanciert. Die Führung wechselte nun ständig hin und her. Bis zur 50. Minute (28:27) konnte sich kein Team entscheidend absetzen. Doch dann legte das Heimteam noch einen Zacken zu und setzte zum Schlussspurt an. Auf der einen Seite wehrte LKZ Torhüterin Silja Mützenberg, die bereits kurz vor der Pause eingewechselt wurde und mit neun Paraden massgeblich an der Aufholjagd beteiligt war, dreimal in Folge glänzend ab. Auf der anderen Feldhälfte netzten Simona Cavallari, Celia Heinzer, Yael Gwerder und Joline Tschamper fünfmal ein und sicherten dem LK Zug den sechsten Heimsieg in der laufenden Meisterschaft.

Die Zugerinnen gewannen gegen den HSC Kreuzlingen schlussendlich 33:30. Eine Leistung, die dem Willen und der Ausdauer der Spielerinnen zuzuschreiben ist. Sie verloren trotz vier Toren Rückstand nie den Glauben an sich und überzeugten mit einer starken Teamleistung.

Viel Zeit zur Regeneration bleibt nun wahrlich nicht. Bereits am Samstag, 1. Dezember, gastiert der LKZ beim HC Arbon. Spielbeginn ist um 18 Uhr in der Sporthalle Arbon. Mit einem Sieg gegen den Aufsteiger aus der Ostschweiz könnten sich die Zugerinnen die Tabellenspitze zurückerobern.