Unter der Leitung vom neuen Nachwuchsverantwortlichen Silvan Häfliger und Sportchef Nachwuchs Christoph Sahli implementiert der LK Zug ab der kommenden Saison die Umsetzung des FTEM-Modells von Swiss Olympic in die eigenen Nachwuchsstrukturen. Die Umsetzung soll eine noch gezieltere, niveaugerechte Nachwuchsförderung zur Folge haben.

Auch im Nachwuchsbereich tut sich derzeit hinter den Kulissen beim LK Zug einiges. Während die Spielerinnen von ihren Trainern mittlerweile Programme für die hallenlose Vorbereitung bekommen haben, wurde im Hintergrund intensiv am neuen Nachwuchskonzept gearbeitet. Dabei steht das FTEM-Modell von Swiss Olympic im Vordergrund. Zudem wurde auch wieder für die Saison 20/21 das vom Schweizer Handballverband verliehene Rookies-Label beantragt.

Neue Rollen

Auf die kommende Saison wird die sportliche Leitung im Nachwuchsbereich neu geteilt. SPL2-Trainer Silvan Häfliger hat schon in der jüngsten Vergangenheit grossen Einfluss auf die Konzeptarbeit im Nachwuchsbereich genommen und seine jahrelange, erfolgreiche Arbeit an der Front eingebracht. Dies wird neu auch im Amt des Nachwuchsverantwortlichen nun offiziell. Der bisherige Nachwuchsverantwortliche und SPL1-Headcoach Christoph Sahli wird weiterhin als Athletenbetreuer im Nachwuchsbereich tätig sein und dafür das offiziell neu geschaffene Amt des sportlichen Leiters Nachwuchs innehaben.

Ausrichtung an FTEM von Swiss Olympic

An der kürzlich vergangenen Videokonferenz mit den Trainern des LK Zug wurde dabei das neue Nachwuchskonzept von Silvan Häfliger, sowie das neue Programm „Talents 3“ von Christoph Sahli vorgestellt. Über letzteres wird der LK Zug bald detaillierter informieren. Die neuen Strukturen im Nachwuchs sehen eine Annäherung an das FTEM-Modell von Swiss Olympic vor. Ziel davon ist es, mit einem klaren roten Faden die Nachwuchsathleten des Vereins gezielt ihrem individuellen Niveau entsprechend zu fordern und fördern. Konkret bedeutet dies, dass die Teams im Trainingsbetrieb zu Trainingsgruppen werden, welche nicht mehr klar nach Alter aufgeteilt werden, sondern neu nach dem individuellen Niveau der Spielerinnen. Die Trainingsinhalte werden damit noch genauer dem Leistungsvermögen der Spielerinnen entsprechen. Natürlich wurden und werden bei der Selektion jeder Trainingsgruppe auch soziale Komponenten nicht vernachlässigt. Für die Spiele in der Meisterschaft und im Cup werden natürlich weiterhin die altersgerechten Teams an den Start gehen. Da auch das spielerische Konzept zu einem grossen Teil einem roten Faden unterliegt, dürfte dies für alle Beteiligten umsetzbar sein. Weiterhin sind somit auch teambildende Massnahmen möglich und sinnvoll. Wie bisher sind auch Doppeleinsätze in der Meisterschaft vorgesehen. Die Belastungssteuerung unterliegt dabei dem Trainer der Trainingsgruppe und wird mit der leistungsstarken Software „XPS“ von Sideline Sports geführt. Eine Spielerin kann grundsätzlich ganzjährig die Trainingsgruppe, wenn sinnvoll, wechseln, wobei die Einschätzung der Trainer dafür entscheidend ist. Bei Bedarf stehen den Eltern und Spielerinnen die Trainer wie auch die Nachwuchsverantwortlichen für ein Gespräch offen.

Inhaltliche Richtlinien

Da auch der Schweizer Handballverband in der Trainerbildung das neue Konzept dem FTEM-Modell unterordnet und Trainingsziele pro FTEM-Stufe schult, wird der LK Zug mit dieser Umsetzung mitziehen. Natürlich ist nicht auf anhieb alles Gold was glänzt, weshalb die Verantwortlichen des LK Zug die Umsetzung step-by-step vorantreiben und durch das Feedback der Trainer wie auch der Athleten jeden Schritt genau analysieren wird. Zudem sollen weitere Massnahmen die Transparenz so weit möglich sicherstellen und den Trainern helfen, die inhaltlichen Richtlinien seitens SHV und den vereinseigenen roten Faden im spielerischen Bereich gezielt umzusetzen.

Weitere Infos zu FTEM:

https://www.swissolympic.ch/verbaende/ftem-sport-athletenentwicklung.html

 

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