1920 bericht lkz bruehl 20200301 laura innesDie Zugerinnen waren gegen Brühl zu einer Reaktion gefordert. Das Team von Trainer Christoph Sahli hielt dem Druck stand – 27:24.

Die Zugerinnen hinterlassen in der SPL1-Finalrunde bisher einen zwiespältigen Eindruck. Nach dem überraschenden Erfolg bei Brühl zum Auftakt (32:29) unterlag der LKZ zweimal. Die 28:29-Niederlage gegen den Mitstreiter Spono Eagles schmerzte nach der grossen Aufholjagd besonders. Noch schlimmer war aber die jüngste Schlappe im Duell gegen Thun (22:23), notabene vor heimischer Kulisse.

Zugs Trainer Christoph Sahli sagte vor der Partie gegen Brühl gestern Abend: «Gegen die Eagles darf man verlieren, aber gegen Thun passierte uns ein klassischer Aussetzer. Das wollen wir nicht hinnehmen und gegen die Ostschweizerinnen eine Reaktion zeigen. Das sind wir unserem Publikum schuldig.»

Und die Spielerinnen erfreuten dann auch die 250 Fans in der Sporthalle. In einem bis zuletzt spannenden Duell feierte der LKZ einen verdienten 27:24-Sieg. «Wir waren wieder eine homogene Truppe, ein Kollektiv, das zu überzeugen vermochte», freute sich ein stolzer Trainer Sahli. Damit verkürzte sein Team den Rückstand auf die Eagles, die in Thun mit 29:28 siegten, auf zwei Punkte. Auch auf Brühl machten die Zugerinnen wieder Boden gut und liegen noch vier Zähler zurück. Es ist wieder spannend im Kampf um die beiden Finalplätze.

Christoph Sahli ist über alles gesehen zufrieden mit den bisherigen Auftritten: «Ich erkenne seit Januar Fortschritte. Leider konnte die Mannschaft nicht immer das umsetzen, was ich gefordert hatte. Es fehlt die Erfahrung. Wir spielen im Abwehrzentrum mit einer 17- und 18-Jährigen. Unsere zweit- und drittbesten Skorerinnen sind 18 und 19 Jahre jung. Das sagt alles», zeigt er auf. Doch Sahli sagt auch: «Kommen wir einmal in einen Flow, sind wir kaum zu stoppen.» Am kommenden Sonntag werden die Zugerinnen zur Revanche nach Thun reisen.