Der LKZ verliert den SPL1-Spitzenkampf gegen Brühl. Das Manko ist bei 33 Gegentreffern schnell ausgemacht.

Im Kampf um eine weiterhin gute Ausgangslage für die bevorstehende Finalrunde der besten vier Teams war der LK Zug gestern Nachmittag gefordert. Vor heimischer Kulisse traf er auf den Leader Brühl. Die Zuger Flügelspielerin Simona Cavallari (27) zeigte sich vor dem Duell noch siegessicher: «Wir müssen eigentlich unser Spiel spielen, gut decken und eine saubere Angriffsleistung mit wenig Fehlern abliefern – so gewinnen wir», sagte sie.

Klingt einfach, aber nicht abwegig, haben die Zugerinnen doch genügend Qualitäten in ihren Reihen, um auch gegen den Leader zu bestehen. Doch der LKZ konnte das Geforderte nicht in die Tat umsetzen und kassierte eine 28:33-Niederlage. Es war die fünfte in Folge gegen diesen Kontrahenten. Im neuen Jahr setzte es damit im dritten Spiel die zweite Pleite ab. Nach dem Nuller gegen die Spono Eagles (26:31) zog die Equipe von Trainer Christoph Sahli nun auch gegen Brühl im zweiten Topspiel innert weniger Tage den Kürzeren. Der zwischenzeitige Pflichtsieg gegen Kreuzlingen (33:24) konnte den LKZ nicht beflügeln.

Defensive Mängel auch selbst erkannt

«Wir wollten heute eine Duftmarke setzen und mit Brühl punktemässig gleichziehen. Für einen Sieg hätte es eine gute Deckungsarbeit und ein überzeugendes Angriffsspiel benötigt. Das konnten wir leider nicht erfüllen», zeigte sich die Zuger Rückraumspielerin Leah Stutz (21) nach der Partie selbstkritisch. Und ihre 18-jährige Teamkollegin Joline Tschamper monierte: «Eine harte und kompakte Deckung wäre gegen diesen Gegner nötig gewesen. In der Defensive konnten wir nicht überzeugen, wenn man die Anzahl an Gegentreffer betrachtet.»

Nach diesem Erfolg hat der aktuelle Schweizer Meister Brühl 24 Punkte auf dem Konto, Zug bleibt bei 20 Zählern. Nach der insgesamt dritten Niederlage im 13. Spiel folgt nun zum Abschluss der Qualifikation das Gastspiel am Samstag bei Herzogenbuchsee (18.00, Mitteholz-Halle). Ein Sieg ist für die Zugerinnen Pflicht.

Präsident ist zufrieden mit der Entwicklung

Der LKZ-Präsident Michael Tremp sagte nach der gestrigen Partie: «Ich hätte heute gern einen Sieg gefeiert. Doch wir zeigten kein perfektes Spiel. Dennoch bin ich mit den bisherigen Leistungen in der Meisterschaft zufrieden. Die Spielerinnen machen ihren Weg, die Entwicklung stimmt.» Der 45-Jährige macht dem Team Mut: «Wir sind auf Kurs und werden uns auf Augenhöhe mit Brühl und den Spono Eagles duellieren, wenn die Finalrunde losgeht.»