Es war alles angerichtet für das Spitzenspiel zweier Playoff-Final-Anwärter der SPL1. Doch spannend war die Partie nicht, denn der Gast aus Zug konnte keinen überzeugenden Auftritt abliefern. Bereits zur Pause lag der LKZ mit 11:17 in Rücklage. Nach 60 Minuten war die Kanterniederlage enttäuschende und bittere Tatsache, aber die logische Folge.

«Wir müssen uns an der eigenen Nase nehmen. Wir praktizierten viele Fehler, so kann man in einem Spitzenspiel nicht bestehen. Es mangelte an Kampfgeist und Leidenschaft», zeigt sich die erfahrene Jacqueline Hasler-Petrig (32, Rückraum) selbstkritisch und sagt: «Von einem schnellen Spiel und einer starken Defensive, eigentlich Stärken unseres Teams, war nichts zu sehen.» Mithalten konnten die Zugerinnen nur in den ersten 14 Minuten (7:5). Danach baute der Serienmeister den Vorsprung kontinuierlich aus. Letztendlich setzte es zugleich auch die erste Niederlage ab in dieser bisher erfolgreich verlaufenen Meisterschaft mit fünf Siegen in Serie zum Auftakt.

Fehlerhaft in der Deckung
Trainer Christoph Sahli (35): «Wir haben Schwierigkeiten gehabt, in die Partie zu kommen. Im Angriff waren wir zu statisch und zu fehlerhaft in der Deckung», so Sahli und doppelt nach: «Wir müssen nun die nötigen Lehren aus diesem Spiel ziehen.» Am Samstag (19 Uhr, Sporthalle) empfangen die Zugerinnen, die nach dem sechsten Spieltag weiterhin die Tabelle mit 10 Punkten anführen, den Gast aus Herzogenbuchsee. Eine Reaktion ist erforderlich nach dem enttäuschenden Auftritt in der Ostschweiz. «Wir werden wieder unser wahres Gesicht zeigen und zurück auf die Erfolgsspur finden», so Petrigs Kampfansage. Im Cup-Viertelfinal (Mittwoch, 30. Oktober, 19.30 Uhr, SPZ) trifft der LKZ auswärts auf den Ligakonkurrenten Spono Eagles. (mwy)