Während die aktuelle Meisterschaft in die finale Phase geht, läuft auch die Planung für die kommende Saison 19/20 auf Hochtouren. Der Kader des Zuger SPL1-Teams konnte grossmehrheitlich zusammengehalten werden, was beim aufstrebenden, jungen Team als Erfolg gewertet werden kann.

Kontinuität im Kader

Während Sibylle Scherer, Ria Estermann, Leah Stutz, Shanice Kägi, Simona Cavallari, Daria Betschart, Stefanie Javet, Chantal Wegmüller, Marion Betschart und Laura Innes für eine weitere Saison unterzeichneten, verlängerten Dimitra Hess, Charlotte Kähr, Joline Tschamper und Laura Baumann gleich um zwei Jahre. Aufgrund Weiterbildungen im Ausland werden dem Team Ria Estermann, Stefanie Javet und Daria Betschart in der ersten Saisonhälfte noch fehlen. Dabei werden sie allerdings nicht untätig bleiben und alle drei möchten zum Jahresbeginn 2020 einsatzbereit sein und mit dem Team weiterhin hohe Ziele verfolgen. Entsprechend stellt sich Routinier Jacqueline Hasler-Petrig weiterhin als Backup zur Verfügung, worüber sich die sportliche Führung sehr freut.

Zugänge aus dem eigenen Nachwuchs

Zudem werden die beiden Youngsters Kyra Gwerder (Jahrgang 02) und Lena Speerli (02) aus dem vereinseigenen SPL2-Team in den Kader der SPL1 aufgenommen und sollen auch in der Breite für die nötige Schnelligkeit und eine Prise Frechheit auf den Aussenpositionen sorgen. Die beiden U18-Nationalspielerinnen werden zusätzlich weiterhin im SPL2-Team eingesetzt und schrittweise an die höchste Schweizer Liga herangeführt. Auch im Rückraum wird bereits kräftig an der Zukunft gefeilt. Mit Celia Heinzer (02) stösst eines der grösstes Schweizer Nachwuchstalente im linken Rückraum aus dem eigenen SPL2-Kader zur ersten Mannschaft dazu. Auch sie soll sich Step by Step an den Rhythmus der höchsten Liga gewöhnen und mit entsprechender Unbekümmertheit auftreten. Der LK Zug unterstreicht damit auch seine Vereinsphilosophie, jungen Talenten die Chance zu geben, sich auf höchstem Schweizer Niveau zu entwickeln.

Abgänge

Verlassen werden das Team Daniela Kaiser, Marion Ort, Martina Traber und Martina Pavic. Daniela Kaiser stiess 2017 aus Stans zu den Zugerinnen und war mit ihrer ruhigen, überlegten Art eine Bereicherung für das Zuger Team. Durch einen Strategiewechsel auf der Torhüterposition wurde die Trennung auf die kommende Saison nötig. Marion Ort verlässt den LKZ nach zwei Saisons beruflicher Natur. Trotz Wechsel nach Zug hat Marion Ort ihr Studium und anschliessend ihren Beruf in Basel weitergeführt. Durch die Chance berufsbegleitend ihr Doktorat abzulegen, kann sie den hohen Aufwand in Zug zu spielen leider nicht mehr aufrechterhalten und hat sich verständlicherweise entschieden, auf die Karte Beruf/Doktorat zu setzen. Nach vielen Jahren Leistungssport hat sich zudem Martina Traber zumindest vorerst für eine Pause entschieden. Martina war nach ihrem Wechsel zu Zug 2011 an drei von vier Meistertiteln des LK Zug, allen Cup-Siegen sowie dem Gewinn des Supercups beteiligt und hat sich auf der linken Aussenbahn zur Nationalspielerin entwickelt. Mit der Intensivierung ihrer Weiterbildung hat sich Martina leider zu dieser Massnahme entschlossen. Wie bereits vom LC Brühl kommuniziert, wird Martina Pavic den LKZ in Richtung St. Gallen verlassen. Bis es so weit ist, strebt die Kreisläuferin mit ihrem aktuellen Verein ein erfolgreiches Ende der geleisteten Aufbauarbeit an. Der LK Zug bedankt sich bei den vier Spielerinnen für den geleisteten Einsatz zu Gunsten des Vereins, wünscht ihnen für den Rest der Saison viel Erfolg und für die Zukunft alles Gute.

Strategiewechsel bei den Torhüterinnen

Der angesprochene Strategiewechsel auf der Torhüterposition hat zur Folge, dass mit Jennifer Abt (01) ein hoffnungsvolles Torhütertalent mit einem Zweijahres-Vertrag ausgestattet wurde. Nach langen Verletzungssorgen, hat sich Jennifer erfolgreich zurück gekämpft und wurde dafür mit Einsätzen in der U20 Nationalmannschaft belohnt. Ebenfalls zurück kämpfen musste sich Laura Innes. Nach ihrem verletzungsbedingten Rücktritt vor zwei Jahren hat die Engländerin ihren Rücken wieder in den Griff gekriegt und möchte deshalb nochmals voll angreifen. Ihr Comeback hat sie dabei bereits in der laufenden Saison gegeben. Die ehemals als beste Torhüterin der Schweiz ausgezeichnete Innes will einerseits wieder dem Team helfen und andererseits Marion Betschart und Jennifer Abt bei deren Entwicklung unterstützen.

Auf Martina Pavic folgt Stefanie Eugster

Die sportliche Leitung freut sich zudem ausserordentlich Stefanie Eugster als Neuzugang zu präsentieren. Die erst 17-jährige Schweizer A-Nationalspielerin macht somit den nächsten Schritt in ihrer noch jungen Karriere und passt mit ihren Eigenschaften hervorragend zum Zuger Team. Headcoach Christoph Sahli stuft die abwehrstarke, grossgewachsene Kreisläuferin als Gewinn für sein Team ein: "Nach dem Abgang von Martina Pavic ist Steffi die Idealbesetzung auf dieser Position, denn nebst den für ihr Alter bereits ausgeprägten handballerischen Fähigkeiten zeigt sie sich sehr wissbegierig und lernfähig". Die sympathische Kreisläuferin soll dabei nicht Martina Pavic ersetzen, sondern "mit ihren eigenen Attributen auftrumpfen", wie Christoph Sahli sagt, und ist damit eine klare Verstärkung im Zuger Kader. Stefanie Eugster kommt von der Talentschmiede HV Herzogenbuchsee zum LK Zug. Die Oberaargauer leisten seit Jahren hervorragende Nachwuchsarbeit und ebneten Eugster damit den Weg an die Schweizer Spitze. Obschon der LK Zug auch in Verbindung mit erfahrenen ausländischen Kreisläuferinnen stand, entschied man sich für Eugster, die nicht nur spielerisch, sondern auch konzeptionell zum Verein und dem Zuger Fanionteam passt.

Trainer-Staff bleibt

Auf Kontinuität setzt der LK Zug auch im Staff des SPL1-Teams. Während Headcoach Christoph Sahli mit einem  2-jahres Vertrag ausgestattet wurde, bleiben auch die beiden Co-Trainer Tobias Scheuteri und Peter Stutz, sowie Torhütertrainer Daniel Perisa und Athletiktrainer Jonas Müller ein weiteres Jahr dem Team erhalten.

Die erste Mannschaft freut sich auf die Neuzugänge Gwerder, Speerli, Heinzer, Abt und Eugster und sieht sich damit gerüstet für eine erfolgreiche Zukunft.

11.04.2019, LK Zug Handball