(Michael Wyss) Zug besiegt Brühl nach einer starken Leistung 34:26 und übernimmt die Tabellenführung in der SPL 1 Finalrunde. Der Sieg war auch in der Höhe verdient.

«Die Reaktion ist geglückt nach dem 34:34-Remis gegen die Spono Eagles in der letzten Runde. Als Team haben wir heute defensiv solide gespielt und auch in dieser Höhe verdient gegen die Ostschweizerinnen gewonnen», freute sich LKZ Trainer Christoph Sahli (34) nach dem siegreichen 34:26 im Spitzenspiel gegen Brühl. Lediglich 200 Fans wollten in der Sporthalle Zug, bedingt durch das fasnächtliche Treiben im Kanton Zug, das Topspiel anlässlich des 4. Spieltages der Finalrunde mitverfolgen.


LKZ mit konstanter Führung

Bis zur 19. Minute lagen die Zugerinnen, die ohne die verletzte Topskorerin Sibylle Scherer spielten, mit 11:4 in Front und zur Pause zeigte die Anzeigetafel ein 17:12 für den LKZ. Auch nach dem Seitenwechsel liessen die Zugerinnen gegen den Rekordmeister aus der Ostschweiz nichts anbrennen.

Bis zur 42. Minute führte die Sahli-Equipe 23:17, später mit 25:19. Der Vorsprung lag konstant bei 5 Treffern. In der Schlussphase bejubelte der LKZ ein nie gefährdetes 34:26. Erfolgreichste Werferin beim LKZ waren Joline Tschamper (8 Tore) und Martina Pavic (9). LKZ-Spielerin Stefanie Javet (23): «Wir konnten heute durch eine gute Teamarbeit den Sieg holen. Defensiv und offensiv zeigten wir grosses Engagement. Wir spielten geduldig und druckvoll». Und LKZ-Spielerin Simona Cavallari (26) doppelte nach: «Wir haben eine super Kollektivleistung aufs Parkett gezaubert. Brühl konnte ihr Spiel nicht aufziehen, denn wir haben ihnen den Schneid früh abgekauft.» Trotz des Sieges zeigte sich LKZ-Spielerin Martina Traber (24) noch etwas kritischer: «Wir können uns steigern. Unser Spiel ist verbesserungsfähig. Wir machten einige individuelle Fehler, die es zu minimieren gilt. Der heute Sieg gibt uns aber sicher viel Schub.» Damit übernahmen die Zugerinnen in der Finalrunde der SPL 1 die Tabellenführung mit 31 Punkten. Auf dem zweiten Rang liegt Brühl (30) und leise Hoffnung auf den Playoff-Final kann sich Rotweiss Thun (23) machen, welches die abgeschlagenen Spono Eagles (16) besiegten. 8 Spieltage vor Schluss beträgt die Reserve von Zug auf die Berner Oberländerin beruhigende 8 Punkte. Das nächste Spiel bestreitet der LKZ bei den Spono Eagles. Am Sonntag (10. März, 17 Uhr SPZ Nottwil) will man am Sempachersee weitere wichtige Punkte im Kampf um den Finaleinzug feiern. Rotweiss Thun empfängt Brühl. – Finalrunde, SPL1 (4. Spieltag). 1. Zug 31. 2. Brühl 30. 3. Rotweiss Thun 23. 4. Spono Eagles 16.

LK Zug – Brühl St. Gallen 34:26 (17:12)

Stadthalle. – 300 Zuschauer. – Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Zug; 5-mal 2 Minuten gegen Brühl. – LK Zug: Ort (1/1); Wegmüller, Traber (2), Tschamper (8/4), Hasler-Petrig (3), Cavallari, Pavic (9/1), Stutz (1), Marion Betschart, Daria Betschart (2), Javet, Kähr (4), Estermann (2), Hess (2).

 

Foto: Zugs Martina Pavic beim Schuss. (Bild: Roger Zbinden (Zug, 2. März 2019))