Der LK Zug und die Spono Eagles trennten sich im SPL1 Zentralschweizer Derby mit 34:34. Nicht restlos zufrieden zeigte sich Trainer Christoph Sahli nach dem Spiel.

Ein weiterer Sieg auf dem Weg Richtung Playoff-Final war budgetiert anlässlich des 3. Spieltages der SPL1 Finalrunde. Zug duellierte sich in der Sporthalle Zug vor 250 Fans im Zentralschweizer Kräftemessen gegen das abgeschlagene Schlusslicht Spono Eagles. Letztendlich musste sich der LKZ mit einem 34:34-Remis begnügen. Sicher zu wenig gegen ein Team, welches die Final-Ambitionen schon früh aufgeben musste. «Wir spielten in der Defensive zu zaghaft und haben den Gegner zum Toreschiessen förmlich eingeladen», ärgerte sich Trainer Christoph Sahli (34) nach dem Spiel. Immerhin blieb dieser Punktgewinn, der wichtig war, da Mitstreiter Rotweiss Thun in Brühl 22:24 verlor und nun auf acht Punkte distanziert werden konnte. Damit blieb der LKZ auch im dritten Spiel der Finalrunde ungeschlagen (zwei Siege und ein Remis).

Sahli sagte weiter: «Immerhin holten wir noch einen Punkt, was nach dem Ausfall von Topskorerin Sibylle Scherer sicher positiv zu taxieren ist.» Scherer schied früh mit einer Fussverletzung aus. Nach einem unglücklichen Zweikampf mit Sponos ­Gianna Calchini (12. Minute) blieb Scherer verletzt liegen und konnte nicht mehr weiterspielen. Sahli: «Es muss uns definitiv eine Lehre sein, dass wir 60 Minuten miteinander fighten und richtig anpacken müssen. Nur so gewinnst du Spiele. Immerhin bleibt der Zähler, der mir nun auch zeigt, dass noch mehr möglich gewesen wäre.» Zwischenzeitlich lagen die Zugerinnen 9:14, 14:19, 18:23 und 21:25 in Rücklage.

«Wir werden unsere gute Ausgangslage nicht mehr verspielen»

Christoph Sahli | Trainer LK Zug Handball

Das Polster beträgt acht Punkte

Was dieser Punktgewinn bringt, kann aktuell nicht gesagt werden. Da aber die Berner Oberländerinnen in der Ostschweiz beim neuen Leader Brühl mit 22:24 kapitulieren mussten, hat sich der LKZ nach dem Punktezuwachs nun ein Polster von acht Punkten auf Rotweiss Thun erarbeitet. Neun Runden vor Schluss der Finalrunde kann aber weiterhin vieles passieren und der LKZ ist gut beraten, die kommenden Partien weiterhin konzentriert anzugehen und sich nicht auf den Lorbeeren auszuruhen. Wer den ehrgeizigen und zielstrebigen Sahli kennt, weiss, dass das nicht eintreffen wird. Sahli: «Im Handball kann es schnell gehen. Verlierst du zweimal in Serie, bist du wieder im Elend. Wir werden unsere gute Ausgangslage nicht mehr verspielen. Doch wir müssen uns steigern und wieder 60 Minuten unser Spiel machen.»

Am Samstag (16:30 Uhr, Sporthalle) trifft Zug auf den Leader Brühl. Mit einem Sieg gegen die Ostschweizerinnen würde man die Tabellenführung wieder übernehmen und einen weiteren Schritt Richtung Endspiel machen. Zugs einzig verbliebener Konkurrent Rotweiss Thun reist an den Sempachersee. Aktuell führt Brühl mit 30 Punkten vor Zug (29) und Rotweiss Thun (21). Auf dem letzten Rang stehen die Spono Eagles mit 16 Zählern.

Zug – Spono Eagles 34:34 (14:18)

Sporthalle. – 250 Zuschauer. – SR Castineiras/Zwahlen. – Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Zug; 4-mal 2 Minuten gegen Spono. – Zug: Kaiser/Ort; Wegmüller, Traber (3), Hasler-Petrig (5), Scherer (3/3), Cavallari (5), Pavic (5), Stutz (3/3), Daria Betschart, Javet, Kähr (8), Estermann (2), Hess.

SPL1-Finalrunde, Rangliste: 1. Brühl 30 (516:413). 2. Zug 29 (587:442). 3. Rotweiss Thun 21 (486:410). 4. Spono Eagles 16 (493:464).