Für den LK Zug ist das Abenteuer Europacup zu Ende. Die Auswärtsniederlage war zu schwer auszugleichen. Das Team hat viel Charakter gezeigt.

Für den LK Zug ist das Europacup-Abenteuer beendet. Die Hypothek aus der 24:30-Hinspielniederlage gegen Zvezda Zvenigorod wog zu schwer, wie Trainer Christoph Sahli (34) unter der Woche befürchtete. Doch sein Team zeigte gestern Nachmittag in der Sporthalle Zug eine beeindruckende Leistung gegen die Profi-Mannschaft aus Russland.

Die Zugerinnen spielten keck auf und zeigten sich unerschrocken. Der Aussenseiter überzeugte in vielerlei Hinsicht und führte zur Pause mit 14:13 (nach einer 8:4-, 11:7- und 14:11-Führung).

Zugerinnen hielten bis kurz vor Schluss mit

Nach dem Seitenwechsel konnten die Zugerinnen den Gästen aus Osteuropa weiterhin die Stirn bieten (44.; 18:18; 49.; 20:20) und bis zehn Minuten vor Schluss grosse Gegenwehr leisten. Erst in der Schlussphase machte sich der Klasseunterschied bemerkbar. Auch wenn die Sahli-Equipe erwartungsgemäss das Ding nicht mehr biegen konnte und mit 23:28 verlor, kann sie stolz auf das Erreichte sein. Mit erhobenem Haupt durften sie das Spielfeld verlassen. Zugs Leistung zeugte von einem Team mit viel Charakter. Das, was sich Sahli im Vorfeld wünschte. «Wir wollen uns mit Anstand aus dem Europacup verabschieden.» Gelungen ist es. ­Bemerkenswert war, dass die Russinnen erst in der 32. Minute (15:14) erstmals in Führung gingen. Weiter geht es für die Zugerinnen am Donnerstag (20:30 Sporthalle) im Schweizer Cup. Im Sechzehntelfinal duelliert sich der LK Zug mit dem Ligakonkurrenten Herzogenbuchsee. Ein Weiterkommen ist Pflicht auf dem Weg in den Cupfinal.

Zug – Zvezda Zvenigorod 23:28 (14:13))

Sporthalle. – 300 Zuschauer. – SR Pandzic/Satordzija. – Torfolge: 0:1; 3:2; 8:4; 11:7; 14:11; 15:15; 15:15; 15:17; 18:18; 20:20; 21:23; 23:25. – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Zug; 2-mal 2 Minuten gegen Zvezda Zvenigorod. – Zug: Marion Betschart/Ort/Kaiser: Baumann; Daria Betschart (1); Estermann (1); Hasler-Petrig (5); Hess (1); Javet (2); Kähr; Pavic (4); Scherer (7/3); Stutz (1); Traber (1); Tschampfer; Wegmüller.

Michael Wyss | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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