Zug verliert gegen Brühl mit 24:28 und verabschiedet sich ziemlich sicher aus dem Rennen um den Einzug in den Playoff-Final. Der LKZ benötigt nun ein Wunder.

Ein Blick auf die Tabelle vor dem gestrigen Duell zwischen den beiden Mitstreitern im Kampf um Rang 2 – Zug und Brühl – hat es klar zum Ausdruck gebracht: Das Team des Trainerduos Damian Gwerder und Peter Stutz benötigte fünf Runden vor Schluss der Finalrunde gegen den grössten Widersacher einen Sieg. Vier Punkte Rückstand lautete die Hypothek vor dem Duell. Und nach der Partie waren es sechs Zähler.

Der LKZ musste gestern Abend in der Sporthalle vor 250 Fans im wohl wichtigsten Spiel dieser Finalrunde eine schmerzhafte 24:28-Niederlage hinnehmen. Auf die beiden knappen Niederlagen (29:31 und 25:28) in der Finalrunde folgte nun ein weiterer Nuller. Ganz wichtige und dringendst benötigte Big Points gegen den Rekord- und Serienmeister Brühl blieben somit Wunschdenken. Somit wird auch die Finalteilnahme ein Ding der Unmöglichkeit darstellen. Vier Runden vor Schluss werden die sechs Zähler Rückstand kaum mehr wettzumachen sein. Brühl wird sich diese Ausgangslage nicht mehr verspielen.

«Es wird sehr, sehr schwierig»

Die Partie war, wie es die Torfolge zeigt, bis eine Viertelstunde vor Schluss ausgeglichen (18:18) und somit spannend. Erst in der Schlussphase setzte sich der Gast aus der Ostschweiz entscheidend ab. Die Leistung der Zugerinnen zeigte deutlich auf, dass man den Spitzenteams auf Augenhöhe begegnen kann, wenn man 60 Minuten besten Handball zeigt. «Wir waren uns der Wichtigkeit dieser Partie bewusst. Schade, hat es nicht gereicht. Jetzt wird es natürlich sehr, sehr schwierig», zeigte sich LKZ-Spielerin Shanice Kägi (erfolgreich mit 5 Treffern) enttäuscht. Mit den Spono Eagles (Sonntag, 19 Uhr, SPZ Nottwil) wartet bereits der nächste Prüfstein auf die Zugerinnen. Der souveräne Leader der SPL1 und erster Playoff-Finalist liegt mit 37 Punkten an der Tabellenspitze. «Es geht weiter, und wir kämpfen bis zum Schluss», so die 21-jährige Kägi.

Das Schlussprogramm der Zugerinnen: Rotweiss Thun – Zug (Samstag, 21. April, Gotthelf Thun); Zug – Spono (Samstag, 5. Mai, 18 Uhr, Sporthalle) und Brühl – Zug (Sonntag, 13. Mai, Kreuzbleiche, St. Gallen).

Ob es für den LKZ diese Saison ein Déjà-vu-Erlebnis geben wird? Am 13. Mai 2017 schafften die Zugerinnen nämlich auswärts bei Brühl im letzten Spiel mit dem 33:31-Sieg in extremis den Einzug in den Playoff-Final. Momentan scheint dies aber kaum realistisch.