Die SPL1-Spielerinnen des LK Zug verlieren bei Brühl mit 25:28. Der Finaleinzug wird damit zu einem sehr schwierigen, wenn nicht gar praktisch unlösbaren Unterfangen.

«Zu fehlerhaft war unser Auftritt im ersten Durchgang. Es fehlte an Emotionen und einer starken Defensive. Wir zeigten unsere Qualitäten erst im zweiten Durchgang. Brühl war im Schlussfinish aber cleverer und rettete den Sieg über die Zeit. Wir müssen uns an der eigenen Nase packen», zeigte sich die 19-jährige LKZ-Spielerin Leah Stutz (Flügel/Rückraum) nach der 25:28-Niederlage gegen Brühl St.Gallen sichtlich enttäuscht.

Bereits nach 30 Minuten musste das Team des Trainerduos Damian Gwerder und Peter Stutz einen 12:17-Rückstand aufholen. Eine zu hohe Hypothek gegen einen Gegner dieses Kalibers, wie sich später zeigte.

«Zu fehlerhaft war unser Auftritt im ersten Durchgang»

Leah Stutz | Flügel- und Rückraummspielerin LKZ

Zugs Aufholjagd

Vorbildlich waren die Reaktion und die Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel. Bis zehn Minuten vor Schluss konnten die Zugerinnen auf 22:24 (50.), 24:26 (56.) verkürzen, und es wurde nochmals spannend in der Kreuzbleiche-Halle vor 350 Fans. Doch zu mehr reichte es nicht für den Gast aus der Zentralschweiz. Die St. Gallerinnen schaukelten den knappen Vorsprung bis zur Schlusssirene und siegten letztendlich mit 28:25. Erfolgreichste Werferin beim LKZ war einmal mehr Sibylle Scherer mit sieben Treffern. Noch besser war einzig Brühls Martina Goricanec mit acht Toren. Marion Betschart (23, Torhüterin): «Gegen einen Gegner wie Brühl muss man einfach 60 Minuten Handball spielen. Leider haben wir lange Zeit den Tritt nicht gefunden und unser Spiel nicht aufziehen können. Die Leistungssteigerung kam, aber viel zu spät. Schade, es wäre mehr möglich gewesen. Dieser Nuller schmerzt.»

Es wären ganz wichtige Punkte für den LKZ im Kampf um den Playoff-Finaleinzug gewesen. Angesichts der Tabellenlage hätten die Zugerinnen in der Ostschweiz unbedingt siegen müssen.

Zu hohe Hypothek

Rang zwei ist nun wieder in weite Ferne gerückt. Brühl hat bereits sechs Zähler Reserve auf den LK Zug. Sechs Runden vor Schluss muss der LKZ nun eine Siegesserie starten. Jede weitere Niederlage kann nun das vorzeitige Aus bedeuten. Am Samstag (17.00 Sporthalle) kommt Rotweiss Thun nach Zug. Die Berner Oberländerinnen haben keine Finalambitionen mehr, sind aber immer wieder, wie es die jüngste Vergangenheit zeigte, für Überraschungen gut.

Michael Wyss | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Brühl – Zug 28:25 (17:12)

Kreuzbleiche. – 300 Zuschauer. – SR Zwahlen, Castineiras. – Strafen: 2-mal zwei Minuten gegen Bühl; 3-mal 2 Minuten gegen Zug. – Zug: Betschart/ Ort; Ravlic (3), Traber (3), Scherer (7/5), Egli, Stutz, Csebits, van Polanen (2), Kähr, Gwerder, Kägi (5), Smitran (5), Hess.