Ein Sieg in Klingnau war aufgrund der Tabellenlage eigentlich Pflicht für die FU18 des LKZ, und diese Pflicht wurde letztlich auch erfüllt. Aber es war ein glanzloser Arbeitssieg ohne die erhoffte Leichtigkeit. In der Verteidigung wurde zu wenig resolut zugepackt, so dass die aufsässigen  Aargauerinnen zu vielen leichten Toren kamen. Gemäss Matchstatistik kamen die Zugerinnen gegen die ebenso löchrige Defensive der HSG zu 60 Abschlüssen, 37 davon wurden verwertet gegenüber 23 Fehlversuchen. 

Das Spiel begann mit einer Blitzoffensive des LK Zug. Nach 3 Minuten stand es 3:0 für Zug und das Spiel schien seinen erhofften und ungefährdeten Verlauf zu nehmen. Ein Trugschluss, wie sich rasch herausstellte, denn nun begann langsam Sand ins Getriebe zu rieseln. Der Vorsprung war schnell wieder verspielt und die HSG konnte das Spielgeschehen und auch das Resultat ausgleichen. In der Folge legten die Zugerinnen immer wieder einen Vorsprung hin, erlaubten aber dem Heimteam mit lascher Verteidigungsarbeit immer wieder, postwendend den Ausgleich zu erzielen. Die hartnäckigen Aargauerinnen liessen sich einfach nicht abschütteln und hielten bis zur 25. Minute und bis zum 13:13 tapfer mit. Doch dann riss der Faden bei Aargau-Ost plötzlich. Selbst eine beinahe zweiminütige doppelte Überzahl konnten sie nicht ausnutzen. Im Gegenteil, das Gastteam ging mit einer Plus-2 Bilanz aus den Strafen hervor und der LK Zug konnte in den 5 Minuten bis zur Pause sogar noch einen 4-Torevorsprung herausspielen. So ging es mit 14:18 in die Kabinen.

 Die beiden Halbzeiten glichen sich wie ein Ei dem anderen. Die HSG Aargau-Ost blieb der aufsässige, unbequeme Gegner und hielt wiederum 25 Minuten mit. Der Zuger Vorsprung pendelte sich bei 5 Toren ein. Erst ab der 55. Minute, als die Kräfte der Aargauerinnen sichtlich erschöpft waren, konnte der LKZ den Vorsprung auf komfortable 9 Tore ausdehnen. 14:18 und 14:19 lauteten die Halbzeitresultate. Was auf der Anzeigetafel wie ein leichter Sieg aussah, war in Wirklichkeit eine Geduldsprobe, die sich der LKZ selbst zuzuschreiben hatte. Zweimal starke letzte 5 Minuten pro Halbzeit machten den Unterschied aus. Gegen eine Spitzenmannschaft hätte die am Samstagabend im Zurzibiet gezeigte Leistung  aber wohl eher nicht zum Erfolg gereicht. Vorne wurden viele klare Abschlussmöglichkeiten leichtfertig verworfen, hinten hatte man einem Gegner, der im Tabellenkeller nicht vom Fleck kommt, erlaubt, 28 Tore gegen den nach Verlustpunkten ungeschlagenen Tabellenführer zu erzielen.