1920 fu16e 450x300Unser Spieltag in der Zuger Sporthalle startete schon früh am Morgen. Um 9 Uhr begrüsste uns im Theorieraum der Sportmentor Stefan Kloppe, ein ehemaliger deutscher Profihandballer, und wir durften etwas zur mentalen Leistungssteigerung im Sport erfahren.

Mit vielen lehrreichen Informationen und interaktiven Übungen zeigte er uns, wie wichtig das Gehirn als Bestandteil von unseren Taten ist. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön dem LKZ Vorstand, dem Club 2010 sowie den Trainern für diese zusätzliche Unterstützung.

Anschliessend stärkten wir uns mit feiner Pasta (danke Esthi), wir wollten ready sein für unser Meisterschaftsspiel gegen die HSG Nordwest Juniorinnen. Für die einen, eine Hauptprobe für die Play-Offs, für andere ein normales Meisterschaftsspiel, da unser heutiger Gegner ja noch nicht definitiv für die Finalspiele qualifiziert ist.

Die Partie startete mit einem Feuerwerk, denn während wir noch nicht ganz bereit wirkten, zappelte der Ball nach wenigen Spielsekunden bereits ein erstes Mal im Zuger Tor. Es sollte nicht die einzige Führung der Nordwest-Juniorinnen in diesem Spiel bleiben. Das Heimteam benötige 10 Spielminuten um richtig Tritt zu fassen und die Fehlerquote zu senken. Zudem zeigte Smilla viele tolle Paraden und merzte unsere Abwehrfehler aus. Siehe da, mit weiterhin guter Goalieleistung, weniger technischen Fehler auf der Zuger Seite und das Resultat zeigte schnell eine Zuger Führung. Mit dem Halbzeitresultat von 12:9 wurden die Seiten gewechselt.

Mit der gezeigten Leistung in der 1. Halbzeit war man nicht zufrieden. Zu viele technische Fehler und Wurffehler. Auch haben wir den gewährten Raum nicht optimal genutzt und uns für Würfe aus zu weiter Distanz entschieden.

Die Fehlerquote konnten wir zu Beginn der 2. Hälfte reduzieren und unseren Vorsprung auf 5 Tore ausbauen (42’). Vergebene klare Torchancen auf unserer Seite liess unser Gegner wieder herankommen und in der 53 Spielminute sogar in Führung gehen (24:25). Wir zeigten jedoch unser Kämpferherz und bestimmt auch unsere mentale Stärke und bejubelten, mit grosser Unterstützung unserer Torhüterin, zu Spielschluss einen 29:28 Heimsieg.

Das Spiel hat uns aufgezeigt, dass eine durchschnittliche Leistung nur knapp genügt, um erfolgreich zu sein. Wir müssen bereit sein aktiv zu verteidigen, gewillt sein die Fehlerquote klein zu halten und konzentriert in den Abschluss gehen.

Danke an alle Helfer für ihren Einsatz. Auch die zusätzlichen Auflagen wegen des Corona-Virus konnten wir einhalten und schätzten es sehr, unser Spiel trotzdem mit Fans zu absolvieren.

Es war ein langer, intensiver und erfolgreicher Tag in der Sporthalle. Alle Zuger Teams haben ihre Heimspiele gewonnen.

Staff TALK

Wenn man das gesamte Spiel führt, dann 5 Minuten vor Schluss plötzlich mit zwei Toren hinten liegt, ein Grossteil der Halle nicht mehr daran glaubt, dass das Spiel noch gedreht werden kann, dann ist ein Team als Mannschaft gefragt. In solchen Phasen zeigt es sich, wer Verantwortung übernimmt, kapitale Fehler macht, richtige oder falsche Entscheidungen trifft und bis zur letzten Minute gewillt ist, das Spiel noch zu drehen. All das hat man gestern gesehen und das Spiel wurde schlussendlich noch gedreht. Es sind gerade diese 5 Minuten die zeigen, was in diesem Team steckt. Licht, Schatten, dunkle und helle Farben - aber zusammen ein wunderschönes Konstrukt.

Es fällt den Spielerinnen wie Schuppen von den Augen und kommt zur rechten Zeit. Nach diesem Spiel weiss man wieder, was es braucht um nicht unnötig ein Spiel spannend zu machen. Solange man konzentriert und konsequent spielt sind die Zugerinnen sicher eines der stärksten Teams in dieser Saison. Lehnt man sich aber zurück wird es nicht reichen...

Vorschau
 
Sa, 28.03.2020  | 16:00 Uhr
HVH Herzogenbuchsee - LK Zug
Langenthal Hard
FU16E