FU16 Elite LK ZugDie FU14E hat es vorgemacht und die FU16E hat danach ebenfalls keine Zweifel an der - an diesem Tag - offensichtlichen Überlegenheit aufkommen lassen. Zug dominierte das Spiel über 50 Minuten und hatte nur kurzzeitig etwas den Faden verloren.

 

Vielleicht war es der Bericht der letzten Begegnung oder zumindest die Wahrnehmung, dass das FU16Elite Team des LK Zug auf die Tatsache reduziert wurde, dass man halt beim LK Zug spielt, Nationalspielerinnen im Team hat und über ein SPL1-Team im Verein verfügt. An diesem Wochenende wollten die Mädels zeigen, dass man nicht einfach so Nationalspielerin wird und eine SPL1-Mannschaft im Alter von 15 Jahren auch noch nicht wirklich viel damit zu tun hat, dass man handballerisch auf einem recht guten Weg ist.

Hausaufgaben gemacht

Die Zugerinnen begannen konzentriert, entschlossen und mental gut vorbereitet. Gefordert wurde eine Wurfquote von 70% - dass es am schluss sogar 71% geworden sind, gefällt; zumal in der Erstbegegnung nur 45% erreicht wurden. Bis zur achten Spielminute konnte sich keiner der beiden Teams absetzen, allerdings kassierten die Zugerinnen während dieser Phase zu einfache Tore. Erst danach stellte man sich immer mehr auf die drei Rückramspielerinnen der HSG Nordwest besser ein und konnte sich prompt bis zur 15. Minute mit 10:4 absetzen. Das verleihte dem Heimteam etwas Sicherheit und man nahm das Tempo etwas aus dem Spiel. Dank der guten Entwicklung des Teams in den letzten Wochen wurde schon früh fast komplett durchgewechselt. Erfreulich ist dabei aufgefallen, dass es im Spiel keinen Leistungsabbruch gegeben hat. Im Gegenteil, Zug schien die Partie bis zur Pause unter Kontrolle zu haben.

Man darf sie nicht spielen lassen

Der Start zum zweiten Spielabschnitt haben die Zugerinnen komplett verschlafen und liess die Gegnerinnen spielen. Die HSG Nordwest agierte offensiver in der Abwehr, was für einzelne Spielerinnen des Heimteams kurzfristig zu einer Unsicherheit führte. Erst nach dem TimeOut und der personellen Adaption an die Situation bekam man das Spiel aber innert acht Minuten wieder in den Griff. Weitere acht Minuten später führte man mit 27:22 und hatte die kurze Schwächephase überwunden. Nun agierte man für den Rest der Begegnung wieder so, wie man sich das selber hätte wünschen wollen. Schlussendlich hat man den direkten Verfolger klar und deutlich mit 35:27 bezwungen und war sichtlich etwas überrascht, dass man nach dem 27:27 in der Erstbegegnung nun derart stark aufspielen hat können. Denn nur so lässt sich erklären, dass sich der Freudentaumel wohl lediglich im inneren des Körpers abgespielt hat.

Ungewohnte Situationen

Mit dem Sieg gegen die HSG Nordwest hat man die Tabellenführung auf drei Punkte ausgebaut, was natürlich sehr erfreulich ist. Viel mehr Freude bereitet aber die Art und Weise, wie sich die Mannschaft entwickelt. Das Team kann es sich - auch gegen die HSG Nordwest - leisten, dass Leistungsträgerinnen auch einmal einen etwas verhaltenen Eindruck hinterlassen können. Sofort springen aufblühende Spielerinnen in die Lücke und überzeugen vollends. Die wachsende Breite des Kaders stellt die Spielerinnen nun aber auch vor eine bisher eher unbekannte Herausforderung. Plötzlich wachsen die Bäume links, rechts, vorne und hinten und die Sonne kann nicht mehr nur für sich selber beansprucht werden. Es ist spannend zu sehen, wie die Spielerinnen mit dieser Situation lernen umzugehen. In den nächsten Wochen wird sich zeigen, welche Spielerinnen wieder Treppen laufen und welche auf der Etage am Verarbeiten sind.

Auf alle Fälle stimmt der Weg und am Schluss der Saison wird sich zeigen, welche Spielerin mit welchem Gepäck in die nächste Saison bzw. einen langen Handballerweg startet.

Bericht der HSG Juniorinnen Nordwest

Vorschau
 
Sa 23.11.20109| 16:00 Uhr
HV Herzogenbuchsee - LK Zug
Langenthal Hard
FU16E