Die Zuger FU16elite-Juniorinnen spielen auch in der kommenden Saison mit um den Schweizermeistertitel der sechs besten U16-Mannschaften der Schweiz. Der Ligaerhalt in dieser - auch durch den Modus geänderten - schwierigen Saison hat das Team eindrücklich bestätigt.

1819 FU16E lkz wil sweaEs kam, wie es kommen sollte - zumindest wenn es nach dem Gusto des LK Zug geht. Mit dem schlussendlich doch souveränen Erreichen des Barrageplatzes in der laufenden Saison ist man dem Direktabstieg mit 5 Punkten Vorsprung klar entgangen. Was folgte waren zwei Spiele gegen den Sieger der FU16inter-Klasse - sprich den KTV Wil Kathi. Obwohl man im Hinspiel die erste Begegnung klar mit 14:36 für sich entscheiden konnte, stand immer noch das Rückspiel in der Sporthalle Zug vor einer vollen Halle bevor. Was das Team an diesem Tag nochmals zeigte, zeugte von einer professionellen Einstellung, konsequenter Umsetzung der Ziele und purer Freude an dieser Sportart.

Wenn der Kopf mitspielt

Wie geht das Team mit diesem herausgespielten Vorsprung um - war wohl die zentrale Frage vor dieser Partie. Die Antwort zeigten die jungen Spielerinnen postwendend. Nach zwölf Spielminuten stand es gerade mal 9:0 für den LK Zug, wobei sich für diese neuen Tore gerade einmal 5 Spielerinnen als Torschützin eintragen konnten. Das 15:3 nach eindundzwanzig und 22:7 zur Pause machten dann auch allen Zuschauern klar, dass das Team nicht gewillt war an diesem Tag dem Gegner auch nur einen kleinen Hauch einer Chance einzuräumen.

Ohne Konzentration geht es nicht

Einzig nach dem Seitenwechsel schien man sich innerlich schon auf den definitiven Verbleib in der Eliteklasse zu freuen und schenkte dem Spiel nicht mehr die nötige Konzentration. Es schlichen sich unnötige Fehler im Angriff ein, was die Wiler nur zum Teil für sich nutzen konnten. Erst nach und und nach konnte sich das Team wieder fangen und spielte den Gegner phasenweise mit einem schönen Druckspiel gekonnt aus. Trotzdem war es nicht mehr das konsequente Druckspiel wie im ersten Spielabschnitt, was das Trainerteam aber nicht wirklich beunruhigte.

Die Spannung fehlte in diesem Spiel - zu schnell war klar, dass hier nichts mehr anbrennen würde. Den Wilerinnen sei an dieser Stelle ein grosses Kompliment ausgesprochen, sie haben bis zum Schluss gekämpft und können sicherlich viel aus diesen beiden Partien für eine erneut erfolgreiche Saison 2019/20 mit nehmen. Der Leistungsunterschied von Elite- und Inter-Spielerinnen ist enorm - allerdings ist auch der Trainingsaufwand im Vergleich der beiden Teams gewaltig unterschiedlich. Trainieren die Wilerinnen 2x wöchentlich, kommen die Zugerinnen in den Genuss bis zu 5 Trainingseinheiten pro Woche absolvieren zu können. Auch wenn der Genuss nicht immer bekömmlich ist - die Spielerinnen leben für diesen Sport und dann freut es natürlich auch, wenn die Erfolge schlussendlich gefeiert und Spielpraxis gesammelt werden können. Es gibt nicht nur Höhen - insbesondere in den Tiefen Tälern herrscht manchmal auch eine Orientierungslosigkeit. Das FU16Elite-Team hat es aber geschafft auf die Sonnenseite des Sports zurückzukehren - Gratulation für diese Entwicklung und Gratulation zum klaren 42:19 Sieg gegen einen motivierten aber schlussendlich handballerisch klar unterlegenen Gegner.

Gratulation an das Team

Das war es also - der Saisonabschluss 2018/19. Der LK Zug verbleibt in der Eliteklasse und darf in der kommenden Saison 2019/20 mit den sechs besten Mannschaften der U16-Juniorinnen der Schweiz um den Meistertitel mitspielen. Auch wenn das Team wichtige Spielerinnen vorzeitig in das höhere Leistungsgefäss abgibt - Abstieg oder Barrage sind zwei Wörter, mit welchen sich die Spielerinnen in der kommenden Saison nicht mehr befassen möchten. Dafür werden sie alles tun und weiterhin mit viel Trainingsaufwand daran arbeiten sich individuell aber auch als harmonisches Team weiterzuentwickeln. Sie sind erst am Anfang ihrer Handballlaufbahn und der Weg ist noch weit - auch wenn das Ziel sicher schon bekannt wäre. Viel Erfolg und Hopp LK Zug.

Bericht von KTV Wil Kathi