1819 FU16E team 600x338Was darf man von einer Mannschaft erwarten, wenn die Nerven teilweise blank in der Halle liegen? In diesem Fall viel - allerdings erst nach 30 Spielminuten.

Ja, da gibt es nichts zu bestreiten. Der LK Zug spielte am vergangenen Wochenende, also eine Woche nach der deutlichen 21:36 Niederlage gegen GC Amicitia Zürich - vor heimischer Kulisse gegen das Schlicht Wyland Panthers. Ein Sieg war Pflicht, will man sich wirklich für die Barrage qualifizieren und nicht auf einen direkten Abstiegsplatz rutschen. Sichtlich nervös startete das Team dann auch in die Partie. Erster technischer Fehler nach 27 Sekunden, gefolgt von einem Fehlwurf nach 35 und 100 Sekunden. Dann das erste Tor in der dritten und vierten Minute. Danach wieder zwei Fehlwürfe, allerdings auch kein Gegentor bis zur 11. Minute, weshalb man mit 6:0 in Führung gelegen hat. Danach reihten sich Fehler an Fehler auf beiden Seiten, weshalb es in der 24. Minute lediglich 12:7 für das Heimteam auf der Anzeigetafel leuchten konnte. Hüben und Drüben technische Fehler - es machte sichtlich den Eindruck, als wolle man mit dem Gegner auf Augenhöhe spielen. Dann endlich der ersehnte Kabinengang nach 30 Minuten - es stand 14:7 für den LKZ.

«Ein Diamant muss auch zuerst geschliffen werden..»

Thomas Huber | Trainer LKZ

Handball ist auch Charaktersache

Was erzählt man in einer Pause verunsicherten Mädels, welche bemüht sind die Vorgaben umzusetzen, es aber einfach nicht ganz auf die Reihe kriegen. Tja, sichtlich das Richtige ohne gleich die Schallwände auf Tauglichkeit zu testen. Nach dem Seitenwechsel zeigte sich ein komplett anderes Heimteam. Das Tempo wurde erhöht und die Gegenstösse konsequent ausgeführt. Nun endlich fiel die Last von den Schultern der Spielerinnen zu fallen und die Wyland Panthers konnten dem nichts mehr entgegensetzen. Tor um Tor wurde der Vorsprung ausgebaut und das Druckspiel konsequent umgesetzt. Insbesondere die teilweise schönen Kreis- und Überzahlanspiele liessen die Mundwinkel fast aller Spielerinnen nach oben ziehen. Das Schlussresultat von 38:14 zeigte dann auch deutlich den Klassenunterschied beider Teams.

Es schimmert durch

Es ist noch nicht alles Gold was glänzt, aber die Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit ist ein echter Lichtblick für die kommenden Partien. Das Team hat grosses Potential - jetzt gilt es dafür zu sorgen, dass die Spielerinnen auch endlich daran glauben und das Angriffspiel in der Breite noch verbessert werden kann. Am kommenden Wochenende gilt es gegen die HSG Nordwest Juniorinnen die Leistungskurve weiter nach oben zu schrauben. Fähig dazu ist das Team - insofern die Spielerinnen die sehr guten Trainingsaktionen auch im Spiel 1:1 umsetzen können.

Vorschau
 
Sa, 06. April 2019 | 12:00 Uhr
LK Zug - HSG Nordwest Juniorinnen
Zug Sporthalle
FU16 Elite