In 12 Pflichtspielen für die Blauweissen vom Zugersee steuerte sie 19 Treffer und solide Abwehrarbeit bei. Doch von Beginn an war klar, dass ihr Engagement in Zug zeitlich begrenzt sein würde. Dennoch hinterlässt Kreisläuferin Izei nach ihrem Abschied aus Zug mehr als nur eine Lücke im Kader, nämlich den Eindruck einer Spielerin, die sich in kurzer Zeit sportlich wie menschlich eingebracht hat.
Die Ankunft in der Schweiz bedeutete für die Baskin zwar einen kulturellen Einschnitt, doch die Eingewöhnung verlief schneller als erwartet. «Durch das Team, den Alltag und das Umfeld im Klub fühlte ich mich sehr rasch integriert», sagt sie rückblickend. Gerade diese Selbstverständlichkeit im täglichen Miteinander habe ihre Zeit in Zug besonders wertvoll gemacht. Auch handballerisch wartete eine Umstellung. Während sie aus einer stärker taktisch geprägten Spielkultur kommt, erlebte sie den Ansatz in der Schweiz als technischer. Vor allem in der Defensive fand sie jedoch schnell ihren Platz. Dort konnte sie ihre Stärken einbringen und dem Team Stabilität verleihen. «Ich glaube, ich konnte vor allem defensiv Konstanz und Verlässlichkeit geben und meine Erfahrung einbringen.»
Dass dies möglich war, lag nicht zuletzt an der Offenheit innerhalb des Teams. Trainerstab und Mitspielerinnen hätten von Beginn weg viel dafür getan, sie einzubinden. «Diese Unterstützung hat mir sehr geholfen, mich schnell wohlzufühlen», betont Izei. Einen einzelnen Schlüsselmoment kann sie deshalb gar nicht hervorheben. Vielmehr seien es mehrere Spiele gewesen, in denen sie sich auf dem Feld wohlgefühlt und Freude am Spiel empfunden habe. Auch persönlich habe sie viel aus der Zeit mitgenommen: Das Alleinsein fern der Heimat habe der 26-jährigen geholfen, sich selbst besser kennenzulernen und Klarheit darüber zu gewinnen, was sie in verschiedenen Lebensphasen wolle. Die Schweizer Kultur lernte sie dabei vor allem über das Team kennen.
Für ihren Abschied richtet sie warme Worte an den LK Zug: Sie hoffe, dass sich das Team weiterentwickle, seine beste Version finde und den Prozess geniesse. «Wenn man Freude an dem hat, was man tut, kommen die Resultate meist von selbst», sagt sie, nach dem sie das vergangene Wochenende bereits wieder mit einem Ernstkampf in die heimische Liga gestartet ist. Zurück im rot/schwarzen Dress wünscht sie ihren Blauweissen für den weiteren Saisonverlauf nur das Beste.
