Jennifer Abt hat einen grossen Anteil am Erfolg der Zugerinnen im Frühjahr 2021. Bild: Stefan Kaiser (Zug, 1, September 2021)

Lust auf die nächste Gänsehaut-Saison

Michael Wyss | Zuger Zeitung
03 September 2021
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Für den LK Zug und Torhüterin Jennifer Abt (20) beginnt am Sonntag die SPL1-Saison. Die Chamerin schuftet härter als je zuvor.

«Ich freue mich auf die neue Saison», sagt die LKZ-Torhüterin Jennifer Abt vor dem ersten Spiel am Sonntag und führt aus: «Wir sind heiss und hungrig. Es kann für uns als Titelverteidiger in Meisterschaft und Cup nur das Ziel Titelverteidigung geben.» Die Chamerin war letzte Saison wesentlich am Erfolg der Zugerinnen beteiligt. «Nach einem durchwachsenen Start kam ich in der zweiten Hälfte der Meisterschaft immer besser auf Touren und konnte meine Stärken zeigen. Ich war Teil dieses Puzzles und bin stolz, was wir zusammen leisteten», sagt sie rückblickend und spricht von einer «Gänsehaut-Saison».

Die Freude zum Handball entdeckte Jennifer Abt, die sich an der Pädagogischen Hochschule Zug zur Primarlehrerin ausbilden lässt, mit fünf Jahren im LKZ. Diese Leidenschaft hat sie bis heute nicht losgelassen. Schon im Nachwuchs erlebte sie Erfolge mit. 2019 wurde sie mit dem U18-Elite-Team Schweizer Meister und gewann mit dem U20-Nationalteam die Championship (B-Europameisterschaft). Ihr Vertrag im Zuger Fanionteam läuft noch zwei Jahre.

Abt will künftig als Profi im Ausland spielen

Die 20-Jährige gehört auch dem erweiterten Kader der Frauen A-Nationalmannschaft an und hat bereits drei Länderspiele bestritten. Sie träumt von einer Teilnahme an der Europameisterschaft im 2024, die in der Schweiz, in Österreich sowie Ungarn ausgetragen wird. «Ich arbeite hart, damit ich mir das verwirklichen kann», sagt Abt. Auf Vereinsebene schwebe ihr eine Karriere im Ausland vor. Am liebsten in Deutschland, Norwegen oder Frankreich. «In den besten Ligen der Welt zu spielen und dessen Kulturen kennen zu lernen, wäre ein grosses Ding für mich.»

Ihr grosses Vorbild ist die 28-jährige Tess Wester, Torhüterin aus Holland. «Ihr Selbstbewusstsein und ihre Ausstrahlung faszinieren mich.» Auch der deutsche Keeper Andreas Wolff (30) inspiriert Abt: «Er ist eine ruhige Person, eine kräftige Persönlichkeit.» Sie selbst könne sich unter anderem in Bezug auf das Mentale noch verbessern.

Jennifer Abt gehört dem Talent Impact AG im Leistungszentrum OYM in Cham an. Das Aktionariat setzt sich mehrheitlich aus dem Umfeld des LKZ zusammen. Das Ziel: Zugerinnen zur Profikarriere zu verhelfen. Zusätz­lich zu den sieben Handballeinheiten pro Woche trainiere sie dort viermal morgens Kraft oder Aus­dauer. Hinzu kommen zwei Einheiten Physiotherapie. «Talent Impact ist für mich das ideale Programm, um meine Träume zu verwirklichen», sagt Jennifer Abt. Die Torhüterin habe auch in Bezug auf Rehabilitation von den Möglichkeiten im OYM profitiert. Nun fühle ich mich stärker und fitter als vorher. «Die Trainings werden mir dabei helfen, in Zukunft weniger verletzungsanfällig zu sein», ist Abt überzeugt.

Gemeinsam zu weiteren Titeln

Die SPL1-Saison beginnt für den LKZ am Sonntag mit dem Match in Herzogenbuchsee (18 Uhr, Mittelholz), einer Pflichtaufgabe auf dem Weg zum neuerlichen Double. Was braucht es, um den Erfolg der vergangenen Spielzeit zu bestätigen? «Das Kollektiv ist unsere ganz grosse Stärke. Wir müssen in den nächsten Wochen noch enger zusammenwachsen, damit wir an die jüngst gezeigten Leistungen anknüpfen können», weiss Jennifer Abt.

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