Die zwei Freiämterinnen bei der U16 des LK Zug. Trainer Thomas Huber (Muri), Nora Snedkerud (Mutschellen, links) und Seraina Kuratli (Wohlen) | @foto_wagner_schweiz

«Der schönste Tag»

Stefan Sprenger | Wohler Anzeiger
18 Juni 2021
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In der Bachmattenhalle werden drei Freiämter Handballerinnen und ein Trainer neue Schweizer Meister.

Der LK Zug ist im Frauenhandball unschlagbar. Das Freiamt mischt dabei mit. Trainer Thomas Huber (Muri), Nora Snedkerud (Mutschellen), Seraina Kuratli (Wohlen) und Céline Staubli (Waltenschwil) werden allesamt Schweizer Meister – und das erst noch in der Murianer Bachmattenhalle.

Die vier Tore Rückstand aus dem Hinspiel haben die U16-Juniorinnen des LK Zug egalisiert. Sie gewinnen in der Murianer Bachmattenhalle gegen Herzogenbuchsee mit 33:25 und feiern die Meisterparty. U16-Trainer Thomas Huber aus Muri sagt: «Es war der schönste Tag meiner Trainersportkarriere.» Das perfekte Wetter passte zur perfekten Leistung. Seine Juniorinnen überzeugten und setzten das um, was Huber gefordert hat. «Das Team ist mit einer Körpersprache aufgetreten, was ich so noch nie bei ihm erlebt habe.» Emotionen wurden rausgelassen, es wurde bei jedem Tor und jeder gelungenen Abwehraktion gejubelt. Und Huber lebte dies an der Seitenlinie vor.

«Perfektes Drehbuch»

In seinem Team waren zudem zwei Freiämterinnen dabei. Zum einen Kreisläuferin Nora Snedkerud, die in der Handball-Akademie OYM in Cham auf dem Weg zur Spitzenhandballerin ist. Die Kreisläuferin aus ¬Berikon, die schon für den HC Mutschellen und Handball Wohlen spielte, erzielte im entscheidenden Play-off-Spiel zehn Tore und zeigte eine sagenhafte Vorstellung. Ebenfalls hervorragend aufgelegt zeigte sich Seraina Kuratli im Tor. Die 14-Jährige aus Wohlen erhielt bereits ein Aufgebot für die U18-Nationalmannschaft und gilt als grosses Talent. Im Finalspiel parierte die frühere Handball-Wohlen-Spielerin 18 von 35 Würfen und hielt somit 52 Prozent aller Abschlüsse des Gegners – eine starke Quote. «Seraina hat uns mit ihren Aktionen gepusht. Nora hat sehr wichtige Tore erzielt», so das Fazit von Trainer Thomas Huber. Ebenfalls neue Schweizer Meisterin wurde Céline Staubli. Als Captain der U18-Mannschaft führte die Waltenschwilerin, die bei Handball Wohlen mit dem Sport angefangen hat, das Team zum Meistertitel (siehe Bericht im Ressort Wohlen).

Für Thomas Huber fühlte sich der Erfolg zuerst etwas surreal an. «Die Spielerinnen sind 15 oder 16 Jahre jung und feiern schon ihren ersten grossen Titel. Ich musste darauf 35 Jahre lang warten», sagt er lachend. Nun hört Huber als Chef-U16-Juniorinnentrainer beim LK Zug auf. In der kommenden Saison wird er nur noch assistieren. «Der Abschluss ist wie in einem perfekten Drehbuch», sagt er. «Ich bin so dankbar, das erleben zu dürfen. Es ist schön zu spüren und zu hören, dass man es mir gönnt. Irgendetwas muss ich doch richtig gemacht haben.»

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