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FU16 Elite - Schweizermeister 2020/21

FU16E: 4 Tore sind nichts - und an diesen Leitsatz hat man sich gehalten und daran geglaubt

LK Zug Handball
14 Juni 2021
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Die FU16elite-Juniorinnen des LK Zug gewinnen die Meisterschaft und werden Schweizermeister 2020/21. Sie besiegen im Rückspiel in der Sporthalle Bachmatten den HV Herzogenbuchsee mit 33:25. Mit diesem Sieg geht auch der 3. Schweizermeistertiel im Verein in diesem Jahr an die Zugerinnen. Das sogar noch der 4. Titel der FU18Elite und somit alle Junorinnentitel an den LK Zug gehen, wusste man zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Die Ernüchterung war gross nach dem Hinspiel in Herzogenbuchsee. Gerade noch knapp konnte man sich die intakte Chance für das Rückspiel mit einem vier Torerückstand aufrecht erhalten. Lange hat es so ausgesehen, dass das Rückspiel an Bedeutungslosigkeit gewinnen würde. Doch man kann nicht eine ganze Saison vom Teamgeist sprechen und wenn es ernst wird, hält man sich nicht mehr dran. Nein, etwas Besseres ist passiert. Man hat die Niederlage aufgearbeitet, Feedback vom gesamten Staff des LK Zug bis ins SPL1 aufgenommen und jede Spielerin hat ihr Spiel individuell bis ins Detail analysiert und selber Lösungen gesucht.

Wenn Spielerinnen ihre Eigenanalyse präsentieren

Im Nachhinein muss man sagen, dass dem LK Zug nichts Besseres hätte passieren können, als dass die beiden Spiele nicht am Wochenende stattgefunden haben. Der HV Herzogenbuchsee wollte die Belastung für die eigenen Spielerinnen niedrig halten und hat auf ein Wochenspiel beharrt. So konnte man im voraus schon 100%ig auf Seraina Kuratli und Nora Snedkerud zählen und hatte sogar die Möglichkeit, das taktische Vorghehen im Freitagstraining zu korrigieren und zu trainieren. Ohne dieses Training wäre es sicherlich noch schwieriger geworden. Dazu kam, dass sich die Spielerinnen das Hinspiel individuell angeschaut haben und gerade Schlüsselspielerinnen ihre Erkenntnisse mit dem Staff von sich aus geteilt und auch Lösungsvorschläge vorgetragen haben. Ein grosses Dankeschön an dieser Stelle an den TV Muri Handball - im Besonderen an Mimmo DiSimone dem Trainer der U17inter-Junioren, welcher uns seine Trainigszeit in der Bachmatten Halle 2x zur Verfügung gestellt hat.

Der Glaube versetzt Berge

Im Gegensatz zum Hinspiel hat man sich dazu entschieden, gegen die Bernerinnen mit einem 6:0 Abwehrsystem zu beginnen und dann allenfalls auf 5:1 umzustellen. Die Gegnerinnen sind einfach zu stark im 1:1 und so wollte man dieser Stärke mit einer kompakten und agilen Abwehr entgegnen. Nach zehn Spielminuten stand es 4:7 für unsere Gegnerinnen - also mussten wir jetzt bereits 7 Tore aufholen. Im Gegensatz zum Hinspiel entwickelte sich im Staff des LK Zug ein positives Gefühl. Man lag zwar drei Tore hinten, aber der Motor lief, die Vorgaben wurden umgesetzt und die Freude am Spiel war da. Es war lediglich die Frage, wann werden sie komplett von der Leine gelassen.

Das Spiel immer auf einem hohen Level, die Abwehrreihen bemüht wenig Fehler zu machen, das Publikum im Rücken dass man in der Halle weder Speaker noch taktische Anweisungen hätte höhren können. Der HV Herzogenbuchsee vermochte sich nicht abzusetzen. Die Gegenwehr der Zugerinnen hielt stand. 8:9, 8:10, 13:14 und dann 15:14 für den LK Zug bzw. 15:15 zur Halbzeit.

Keine Ahnung woran es genau gelegen hat

Beim Gang in die Kabine flamm Hoffnung auf. Keine ängstlichen Zuger Hasen, nein ausgehungerte Pumas auf dem Weg eine Staublawine auszulösen (sorry, ist ein insider). Mit Svenja Spieler durfte der LK Zug auf die Unterstützung einer Double-Gewinnerin zählen. Alleine ihre Anwesenheit versetzte vereinzelte Spielerinnen auf ein nächstes Level. Svenja war es auch, welche im Oktober extra in unser Trainingslager angereist ist. Was sonst so in der Pause passiert ist kann man nicht genau sagen. Sicher keine taktischen Anweisungen sondern einfach der Versuch ihnen aufzuzeigen wo sie stehen, was sie erreicht haben und wozu sie jetzt noch in der Lage sein werden, wenn sie den Matchplan umsetzen und ihre Emotionen freien Lauf lassen.

Mädchen in diesem Alter sind noch nicht so extrovertiert

Nach dem Seitenwechsel schwankte das Spiel hin und her. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Da riss plötzlich bei Seraina die Leine und sie wurde losgelassen. Eine Parade folgte der anderen. Man hat Techniken von ihr gesehen, welche im Training versucht wurden zu trainieren, sie aber gross mehrheitlich noch nicht umsetzen konnte. Doch jetzt schien alles aufzugehen und der Zugriff auf den Speicher offen. Nahe Ecke vom Flügel anbieten und explosive Abwehr zurück. Safe - big Safe!

Sichtlich beeindruckt und gepuscht rissen auch bei allen anderen Spielerinnen die Leinen. Das Selbstvertrauen gewann Minute zu Minute an Oberwasser und in der 53. Spielminute lag man erstmals mit 4 Toren in Front. Von da an wurde Herzogenbuchsee nervös, machte technische Fehler und der LK Zug bliebt dran. Zeigte Nervenstärke und glaubte an das grosse Ziel. Die Zuger Pumas (ein Dankeschön an Rolf Speerli an dieser Stelle - you remember 2015) - so schien es - verfügte über mehr physische Präsenz, mehr Reserven und Selbstvertrauen und ging in jede Lücke. Noémie, Nora, Nora, Nora, Nora, Sabrina, Sabrina, Sabrina, Noémie und zum Schluss wieder Nora - Endstand nach 60 Spielminuten 33:25 - Schweizermeister 2020/21!

Staff Talk

Es war mein letzter Bericht - sorry, ist vielleicht etwas emotions geladen. Aber sind wir ehrlich - es war schon eine Hammerpartie. Die Stimmung, die positive Energie in dieser Halle war gigantisch. 60 Minuten lang Vollgas von beiden Teams, denn die absolute Wende kam erst 5 Minuten vor Schluss. Das Team hat sich voll und ganz auf den "gewöhnungsbedürftigen" Matchplan eingelassen und ihm auch vertraut. Für fast alle Spielerinnen brauchte es sehr viel Mut so öffentlich zu jubeln. Nicht nur das Fäustchen leicht in die Höhe zu strecken sondern den Erfolg zu zelebrieren, sich selber und das Team ins Rampenlicht zu stellen und die eigene Leistung vor jubelnden Zuschauern zu präsentieren. Gratulation an das Team, die wunderbaren Eltern, den gesamten Staff des LK Zug und insbesondere die wertvollen Analysepunkte von Christoph Sahli und Peter Stutz. Das ist es, was den LK Zug ausmacht - die Zusammenarbeit als Team. Nicht nur auf dem Platz sondern auch neben der Outlinie und zwar Team übergreifend. Danke!

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LK Zug Handball | Irene Spieler
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