Céline Staubli - Ist dankbar bei der BBZ Freiamt ihre Ausbildung zu machen

«Wir sind auch Meister»

Stefan Sprenger | Wohler Anzeiger
18 Juni 2021
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Das BBZ Freiamt unterstützt Handballerin Céline Staubli – nun feiern alle einen grossen Erfolg

Céline Staubli aus Waltenschwil absolviert ihre Lehre am BBZ Freiamt. Von ihrem Arbeitgeber erhält die Handballerin Freiräume für den Sport. Philippe Elsener, Rektor des BBZ, erklärt die erfolgreiche Zusammenarbeit, die vor wenigen Tagen einen Höhepunkt erlebte.

Früher ging sie an die Heimspiele der Wohler Handballer. Gemeinsam mit ihrem Vater Kari Staubli sass Céline Staubli auf der Tribüne und war fasziniert von dem schnellen Sport. Sie tritt dem Kinderhandball bei, spielt als 12-Jährige schon bei den U16-Juniorinnen von Handball Wohlen. Und wechselte dann schliesslich in die Nachwuchsabteilung des LK Zug, der besten Juniorinnenbewegung des Landes.

Aus Zufall entstanden

Heute ist sie 18 Jahre alt. Am letzten Wochenende durfte die Rückraumspielerin als Captain des U18-Teams den Meisterpokal in die Höhe stemmen. «Eine grosse Sache, das macht riesig Freude», sagt die junge Frau, die auch schon in der NLB einige Einsätze hatte. Beim Gespräch ist auch Philippe Elsener dabei. Er spielte früher beim TV und Pfadi Wohlen ebenfalls Handball und ist Rektor des BBZ Freiamt. «Wir sind auch Meister», sagt er lachend.

Vor rund zwei Jahren hat sich Céline Staubli für die Ausbildungsstelle beim BBZ Freiamt beworben. Schon damals wusste man, dass sie wegen des Sports etwas mehr Freiräume benötigt. «Quasi als Ad-hoc-Projekt haben wir sie gewählt», so der 56-jährige Elsener. Gespräche mit den Eltern Kari und Reni Staubli, den Verantwortlichen vom BBZ und dem Verein LK Zug wurden geführt. Elsener meint: «Es ist aus Zufall entstanden. Für uns war das absolutes Neuland.» Trotzdem ging das BBZ das Risiko ein.

Wobei sich das Risiko schnell als Glücksgriff erwies. Denn Céline Staubli macht gemäss ihrer Lehrlingsausbildnerin Katja Steinmann einen hervorragenden Job. «Es ist bewundernswert, wie sie alles unter einen Hut bringt und alles einfach perfekt macht», so Steinmann. Auch Rektor Elsener ist voll des Lobes für die junge Frau aus Waltenschwil. «Im Job bei uns im BBZ arbeitet sie tadellos. Ihre schulischen Leistungen sind top. Und im Handball wird sie Schweizer Meisterin. Das ist einfach klasse.»

Staublis Alltag ist strikt durchorganisiert. Sie trainiert manchmal morgens, darf dann später zur Arbeit kommen. Manchmal muss sie auch früher gehen, um an die Trainings und Spiele zu kommen. «In der Schule verpasse ich keine Minute», versichert Staubli, die im 2. Lehrjahr ihrer KV-Ausbildung ist. In ihrer Klasse gibt es sogar zwei Leistungssportler. Lars Villiger, Fussballnachwuchstalent des FC Luzern, drückt mit ihr die Schulbank.

Staubli: «Ich spüre
        eine grosse Unterstützung»

Dass sie Sport, Lehre und Arbeit so toll meistert, sei nicht nur ihr eigener Verdienst. «Ich spüre vom BBZ eine grosse Unterstützung. Dafür bin ich sehr dankbar. In meinem Team hat niemand solch tolle Verhältnisse bei seinem Arbeitgeber, das ist einzigartig.» Céline Staubli möchte es in naher Zukunft in die Nationalliga A schaffen. Beim LK Zug hat sie dafür die besten Voraussetzungen. Und mit dem BBZ Freiamt einen toleranten und innovativen Arbeitgeber. Der frühere Handballer Elsener ist jedenfalls zu einem Fan der Rückraumspielerin geworden. «Er schaut oft meine Spiele und gibt dann auch Tipps», erzählt Céline Staubli schmunzelnd. Staubli will sich an die nationale Handball-Spitze kämpfen und in der nächsten Saison in der NLB vermehrt spielen.

Wird es zur Norm?

Rektor Elsener sagt: «Solch junge Sportler zu unterstützen ist etwas, was man wiederholen könnte.» Beim BBZ Freiamt gingen auch schon berühmte Sportpersönlichkeiten zur Schule. Beispielsweise die Schwinger-Eidgenossen Andreas Döbeli und Pirmin Reichmuth, einige Ringer oder der höchste Schwinger des Landes, Stephan Strebel. Er drückte sogar als Metzger- und als KV-Lehrling die BBZ-Schulbank. Vielleicht wird das aus Zufall entstandene sportliche Projekt ja zur Norm beim BBZ? «Nach dieser tollen Erfahrung sind wir offen», meint Elsener.

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