Ria Estermann (Mitte) im Hinspiel gegen Venlos (Nummer 4, links) Angela Steenbakkers und Lianne Van Sleeuwen (Nummer 3, rechts).

LK Zug: Der Favorit gibt sich keine Blösse

Michael Wyss | Zuger Zeitung
19 November 2021
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Nach dem Pflichtsieg gegen Kreuzlingen wartet im Europacup Cabooter HandbaL Venlo.

Im bereits letzten Meisterschaftsspiel dieses Jahres feierte der LK Zug (SPL1) bei Kreuzlingen einen verdienten 35:27-Sieg. Die Zugerinnen bekundeten zu Beginn der Partie etwas Mühe (12.; 3:6-Rückstand), in der Folge wurde das Team von Trainer Christoph Sahli seiner Favoritenrolle aber gerecht und gab die erstmalige 9:8-Führung (19.) nicht mehr aus der Hand, wie die Torfolge bestätigt: 13:11 (25.); 18:15 (33.); 22:17 (38.); 25:20 (47.) und 29:24 (53.).

Letztendlich resultierte ein Sieg mit einer Tordifferenz von acht Treffern. Erfolgreichste Werferinnen im Dress des LKZ waren Celia Heinzer (7), Alessia Riner (6) und Sibylle Scherer (5).

Die Spitzenposition gefestigt

Mit dem siebten Sieg im neunten Spiel und 14 Punkten auf dem Konto festigte der LKZ seine Spitzenposition vorerst. Die Konkurrenz, die Spono Eagles und Brühl (je 13 Punkte), haben je ein Spiel weniger ausgetragen. Die Bilanz der Zugerinnen mit sieben Siegen und zwei Niederlagen darf sich sehen lassen. Die Qualifikationsphase dauert noch fünf Runden und die Finalrundenqualifikation (Top 4) ist nur noch Formsache. Das fünftplatzierte Kreuzlingen hat eine Hypothek von bereits sechs Zählern auf den LKZ. Im Schweizer-Cup-Viertelfinal trifft der LK Zug (SPL1) auf den Ligakonkurrenten Yellow Winterthur.

Wann das Duell gegen die Zürcherinnen ausgetragen wird, ist noch nicht bekannt. Es benötige zwei Topleistungen gegen das holländische Spitzenteam Cabooter HandbaL Venlo im Europacup (3. Runde), sagte LKZ-Cheftrainer Christoph Sahli vor dem ersten Duell.

Zweiter Exploit möglich?

Mit dem 25:23-Erfolg im Hinspiel in Zug ist den Zugerinnen ein erster Exploit nach einer beeindruckenden Kollektivleistung geglückt. LKZ Spielerin Ria Estermanns Analyse nach dem Hinspiel: «Wir haben das Tempospiel des Gegners angenommen und sind dieses auch 60 Minuten mitgegangen. Die Deckungsarbeit und Defensive verrichteten einen sehr guten Job.» Das wird auch im Rückspiel (Samstag, 18:30 Uhr Sporthalle De Vilgaard, Velden) unter anderem einer der Schlüssel zum Erfolg sein. Trotz der Niederlage sind die Holländerinnen nach wie vor Favorit für das Weiterkommen. Mit einem weiteren beherzten Auftritt kann der LKZ die Nordwesteuropäerinnen aber erneut düpieren und wer weiss, sogar aus dem Europacup werfen.

Kreuzlingen – Zug 27:35 (14:16). Egelsee. – 150 Zuschauer. – SR Keiser, Rottmeier. – Strafen: je 4-mal 2 Minuten. – Zug: Ligue/Abt; Scherer (5), Stutz, Heinzer (7/2), Goldmann (1), Taivan (1), Estermann (2), Steinmann (4), Eugster (2), Litscher, Riner (6), Spieler (3), Zaetta, Bächtiger (4);

Rangliste SPL1: 1. Zug 9/14. 2. Spono 8/13. 3. Brühl 8/13. 4. Yellow Winterthur 7/10. 5. Kreuzlingen 9/8. 6. Rotweiss Thun 8/6. 7. Herzogenbuchsee 8/2. 8. GC Amicitia Zürich 9/0.

LivestreamZug braucht nochmals eine Topleistung

Von einem «magischen Abend» sprach Zug-Headcoach Christoph Sahli nach dem 25:23-Hinspielsieg im Europacup gegen Cabooter Handbal Venlo. Damit dieses Ergebnis gegen den Leader der holländischen Liga möglich wurde, trat der LK Zug als solidarisches Kollektiv auf. Bereits im Vorfeld wusste Sahli: «Wollen wir erfolgreich sein, brauchen wir zwei perfekte Spiele.» Die halbe Miete wäre also geschafft. Doch in den Niederlanden braucht es nochmals eine Topleistung. Sahli erwartet wieder ein enges Spiel, sieht die Chancen für ein Weiterkommen mit 60:40 bei den Holländerinnen. Nur: Der LKZ hat die letzten 12 Tagen alle fünf Spiele gewonnen und reist mit viel Selbstvertrauen nach Holland. (ep)

Livestream on youtubE | Sa, 20.11.2021 | 18:30 Uhr

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