SPL1: Der LK Zug gewinnt zum Jahresauftakt nur scheinbar locker

LK Zug Handball
11 Januar 2021
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Auf den Traumstart folgte der Einbruch in der SPL1-Partie gegen Rotweiss Thun. Schliesslich lautete das Resultat dennoch 30:22.

Die Zugerinnen sind erfolgreich in das Jahr 2021 gestartet. Sie haben sich selbst zuzuschreiben, dass es beim 30:22-Sieg gegen Thun nicht immer erbaulich aussah. Nach sieben Spielminuten führten sie mit 4:0 und hatten gerade einmal einen Torschuss zugelassen. Wenig später erzielte Kyra Gwerder mit dem 5:1 das 300. Tor des LK Zug in der laufenden Saison.

Dass laut der Vereinswebsite mehrere Thuner Spielerinnen zum Jahresende Blut spenden gegangen waren, konnte den Beobachter zu einem Kalauer verleiten: Sie legten in der Auftaktphase in der Zuger Sporthalle tatsächlich einen blutleeren Auftritt hin. Das war allerdings auch das Verdienst des LKZ, der die Gäste mit einer aggressiven und sehr offensiven Deckung aus dem Konzept brachte.

Die Nonchalance wirkt sich negativ aus
Der Thuner Trainer Urs Mühle- thaler nahm schon nach 3:28 Minuten ein Time-out und forderte mehr Intensität am gegnerischen Kreis. Die sah er später auch. In der 13. Minute traf Viktoria Murgovska zum 6:6. Und rund vier Spielminuten später traf die Bulgarin zur erstmaligen Führung (8:9). Die Zugerinnen hatten in dieser Phase ihre Souveränität verloren und gingen im Abschluss oft mit dem Kopf durch die Wand, was zu Ballverlusten führte. Sinnbildlich waren die beiden Gegentreffer ins leere Tor, nachdem Torhüterin Jennifer Abt in Unterzahl zu Gunsten einer sechsten Feldspielerin Platz gemacht hatte. Insgesamt notierten die Statistiker nach der ersten Halbzeit (16:17) neun Turnovers auf Seiten der Gastgeberinnen.

Weit weniger wechselvoll verlief die zweite Matchhälfte. Die Zugerinnen suchten den Torschuss nun konsequent und profitierten von der Selbstschwächung der Gegnerinnen durch Strafen. Überdies hielt die Torhüterin Abt stark. Nach dem Siebenmetertreffer zum 19:18 durch Captain Leah Stutz (35.) lag der LKZ immer vorn. Der Zuger Trainer Christoph Sahli erlaubte sich wie schon im ersten Durchgang, die Toptorschützin Sibylle Scherer die meiste Zeit draussen zu lassen. Die Anzeigetafel rechtfertigte diese Massnahme: Den Thunerinnen gelangen in den zweiten 30 Minuten nur gerade fünf Tore. (bier)

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