Die Zugerinnen haben wie gewohnt häufig Grund zu jubeln. Der Trainer Christoph Sahli sieht gleichwohl Verbesserungspotenzial. Bild: Roger Zbinden (Zug, 13. November 2021)

SPL1: Der Trainer legt die Messlatte höher

LK Zug Handball
23 November 2021
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Die Zuger Handballerinnen haben die letzte Partie im Jahr 2021 ausgetragen. Die Zwischenbilanz fällt positiv aus – mit Luft nach oben.

Der LK Zug hat die Überraschung verpasst und ist in der dritten Runde im Europacup an Venlo mit dem Gesamtskore von 56:60 gescheitert. Es war zugleich die letzte Begegnung im Jahr 2021. Die Zwischenbilanz der Zugerinnen fällt gut aus. In der SPL1-Meisterschaft liegt der Titelverteidiger mit sieben Siegen und zwei Niederlagen wie gewohnt in den Top 3. Er weist einen Punkt Rückstand auf Leader Brühl auf und einen Vorsprung auf die Spono Eagles, die aber eine Partie weniger ausgetragen haben. Dieses seit Jahren dominante Trio wird auch diese Saison wieder Meistertitel und Cupsieg unter sich ausmachen. Fünf Runden vor Qualifikationsschluss dürfte die Qualifikation für die Finalrunde für den LKZ nur noch Formsache sein. Überdies stellt er mit Celia Heinzer gegenwärtig die Leaderin im Torschützenklassement (76 Treffer in neun Matches). Am 8. Januar geht es im Championat gegen Thun weiter. Erfolgreich unterwegs sind die Zugerinnen auch im Schweizer Cup. Im Viertelfinal treffen sie auf den Ligakonkurrenten Winterthur. Die Partie muss bis am 12. Februar gespielt werden.

Eine Umfrage unserer Zeitung bei Protagonistinnen und Protagonisten des Vereins zeigt ein positives Bild:

Trainer Christoph Sahli: «Insgesamt befinden wir uns auf Kurs, müssen uns aber noch in allen Bereichen steigern. Besonders die Chancenauswertung im Angriff muss von allen Positionen aus besser werden und defensiv in Zusammenarbeit mit den Goalies sehe ich am meisten Steigerungspotenzial. Was mir bereits gefällt, ist die Einstellung des Teams, lernen zu wollen und Gas zu geben. Besonders in den Europacupspielen haben wir gezeigt, dass wir die Lücke zur holländischen Spitze schliessen konnten. Vor ein paar Jahren verloren wir noch jedes Mal deutlich, nun spielten wir in zwei Spielen 100 der 120 Minuten überlegen und scheiterten knapp. Es gilt nun diese Leistungen zum Minimumstandard werden zu lassen.»

Torhüterin Jennifer Abt: «Zu Beginn der Saison mussten wir die neuen Akteurinnen ins Team integrieren. Das gelang mit jedem Spiel besser. Wir konnten in den letzten Partien beweisen, dass wir ein Kollektiv sind und uns auch Herausforderungen stellen und bewältigen können. Nun geht es darum, die Teamleistung konstant hoch zu halten und das Spielgeschehen über 60 Minuten zu dominieren.»

Vereinspräsident Michael Tremp: «Abgesehen von der ärgerlichen Niederlage gegen Kreuzlingen stimmt mich die Entwicklung des jungen Teams individuell und im Kollektiv sehr positiv. Wir sind auch in der Saison nach dem Double-Gewinn konkurrenzfähig. Das ist sehr erfreulich.»

Torhüterin Desirée Ligue: «Wir hatten einen schwierigen Start, mussten ein junges und neues Team formen. Der Druck aus der vergangenen Spielzeit als Double-Sieger war spürbar. Das Selbstvertrauen wird von Spiel zu Spiel besser, auch die Automatismen funktionieren. Wir können wiederum Titel holen.»

Sportchef Peter Stutz: «Es läuft wirklich gut momentan. Seit der Niederlage im Supercup zu Beginn der neuen Saison stelle ich eine erfreuliche Entwicklung fest. Wir sind auf dem richtig eingeschlagenen Weg. Wir werden von Woche zu Woche besser, sind fit und haben einen tollen Teamspirit.»

Rückraumspielerin Leah Stutz: «Mit der Bilanz dürfen wir ganz zufrieden sein, obwohl wir auch die zwei verlorenen Spiele hätten gewinnen können. Wenn wir unsere Leistungen abrufen, können wir gegen jeden Gegner bestehen.»

Rückraumspielerin Sibylle ­Scherer: «Wir konnten uns in den letzten Wochen in allen Bereichen steigern, können unseren Tempohandball immer besser und über längere Dauer spielen, und auch die Deckung wird stabiler. Natürlich sind wir noch nicht dort, wo wir Ende Saison sein wollen, aber für den momentanen Zeitpunkt stehen wir meiner Meinung nach an einem guten Punkt.»

Die 29-Jährige ist Rekordtorschützin der höchsten Schweizer Liga (1648 Treffer) und befindet sich nach einer Meniskusoperation im Februar noch nicht auf gewohntem Niveau. Scherer sagt dazu: «Ich bin auf dem Weg dahin, wo ich gerne wäre. Nach meiner Verletzung fehlt mir noch etwas Torgefährlichkeit, aber es freut mich dafür umso mehr, dass das Zusammenspiel mit dem Team und speziell den Kreisläuferinnen immer noch sehr gut funktioniert.»

Zugs Celia Heinzer überzeugt bislang vorn wie hinten. Bild: Roger Zbinden (Zug, 13. November 2021)
Zugs Celia Heinzer überzeugt bislang vorn wie hinten. Bild: Roger Zbinden (Zug, 13. November 2021)
Goalie Jennifer Abt Bild: Stefan Kaiser (Zug, 1. September 2021)
Goalie Jennifer Abt Bild: Stefan Kaiser (Zug, 1. September 2021)
LKZ-Rückraumspielerin Leah Stutz Bild: Roger Zbinden (Zug, 13. November 2021)
LKZ-Rückraumspielerin Leah Stutz Bild: Roger Zbinden (Zug, 13. November 2021)

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