FU16E: Schrittregel falsch interpretiert?

Thomas Huber
14 September 2020
480
Im zweiten Saisonspiel stand die Partie gegen HV Herzogenbuchsee auf dem Programm. Buchsi wie man sie alle in Kurzform nennt, kannte man bereits vom Stämpfli-Cup her und hatte also die Möglichkeit sich bereits ein wenig tatkisch auf diesen Gegner einzustellen.

Zug startete gut, konzentriert und auf der Bank war eine fantastische Stimmung. Das Ziel war klar, in der Abwehr wollte man nicht mehr 30 Tore kassieren, weshalb der Fokus auch klar auf die Abwehr gelegt werden sollte. Ein Sieg auf biegen und brechen mit 9-10 Spielerinnen war an diesem Tag ganz sicher nicht das Ziel. Hinten dicht mit einer gut aufspielenden Zoé und dann vorne auch recht gefällig gespielt. Resultat dieser Spielweise war ein ausgeglichenes Spiel mit leichten Vorteilen für den LK Zug. Bis zur Pause kam Buchsi wieder an die Zugerinnen ran und man ging mit einem 12:12 in die Pause.

3 Schritte - fertig

Im zweiten Spielabschnitt versuchte man das weiterzuspielen, was man in den ersten 20 Minuten zeigen konnte. Leider war es nur eine Wunschvorstellung und wie gegen GC auch, gab es zu lange Phasen wo man nicht mehr effektiv spielen konnte. Wir sprechen hier von 8 technischen Fehlern und 5 Fehlwürfen innert 10 Minuten - also 13x dem Gegner den Ball überlassen. Was folgte war ein Vorsprung von Buchsi und eine sicherlich enttäuschte Zuger Mannschaft. Schlussendlich musste man das Spiel mit 25:21 verloren geben.

STAFF talk

Enttäuschte Gesicher, vereinzelte Tränen und die Frage was wohl der Staff davon halten würde schien regelrecht im Raum zu stehen. Die eigenen Ansprüche sind hoch - manchmal so hoch, dass man sie nicht aufrecht halten kann. Und genau das ist schade. Das Team arbeitet auf die Spiele ab Januar 2021 hin. Dank dem speziellen Modus in dieser Saison beginnt die entscheidende Phase erst im Januar 2021. Das schafft grossen Raum für mehr Spielpraxis, weniger Druck und das arbeiten mit mittelfristigen Zielen innerhalb einer Saison. Jetzt geht es aber darum, diesen Raum anzunehmen, Druck nicht aufkommen zu lassen und trotzdem die Spannung zu erhöhen. Der Sieg steht nicht im Mittelpunkt, sollte aber mit einem perfekten Spiel zu realisieren sein. In diesem Spiel hat man falsche Puzzle-Teile ausgetauscht - leider noch nicht ganz mit den richtigen Teilen. Dazu sind neue Teile gekommen, aber auch diese haben ihre Tücken.

Es ist einfach ein siegreiches Team zu führen und erfolgreich zu bleiben. Die Frage ist "was ist Erfolg?". Für die Spielerinnen sind es zwei Punkte, für den Staff die Weiterentwicklung auf ihrem noch jungen Weg. Der LK Zug ist nahe dran und es sind erst zwei Runden gespielt. Es bleibt zu hoffen, dass jetzt nicht schon psychologische Aspekte einen zu grossen Einfluss haben müssen. Der Fokus muss stimmen, das Ziel vor Augen und den Weg dorthin geniessen. Da macht es nichts, wenn man auch mal an einer Kreuzung falsch abbiegt..

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